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05.08.2015

14:24 Uhr

Börsenrally geht weiter

Dax 12.000? Kein Problem!

VonJessica Schwarzer

Die Optimisten sind zurück. Anlagestrategen sehen weiteres Kurspotenzial bei deutschen und europäischen Standardwerten. Der Dax dürfte bis zum Jahresende deutlich zulegen. Anleger brauchen allerdings starke Nerven.

Das Signal für steigende Kurse steht bei Analysten derzeit hoch im Kurs. dpa

Bulle vor der Frankfurter Börse

Das Signal für steigende Kurse steht bei Analysten derzeit hoch im Kurs.

DüsseldorfEin Aktienindex wie aus Teflon gemacht: Die Börse in Griechenland bebt, doch der Dax zeigt sich davon mehr oder weniger unbeeindruckt. Und auch in der Vorwoche ließ der Börsencrash in China die Kurse hierzulande nur kurz schwanken. Von Krisenstimmung keine Spur, im Gegenteil: Das Jahr 2015 könnte ein gutes Aktienjahr werden. Fast 15 Prozent hat der Dax bisher zugelegt, und er dürfte weitere Gewinne einfahren, wenn man jüngsten Prognosen glaubt.

Mehrere Anlagestrategen haben ihre Kursziele für die deutschen Standardwerte zuletzt angehoben. Besonders optimistisch sind Hauck Aufhäuser und das Bankhaus Lampe, die den Dax zum Jahresende jeweils bei 12.100 Punkten sehen. Zum derzeitigen Stand von rund 11.400 Punkten wäre das immerhin ein Plus von gut sechs Prozent.

"Wir haben die Spitze des Aktienzyklus noch nicht gesehen", sagt Ralf Zimmermann, Aktienstratege vom Bankhaus Lampe. Ursprünglich hatte er einen Jahresendstand von 11.000 Punkten prognostiziert, das Kursziel aber im Juni angehoben.

Ein Optimismus, der überrascht. Lauern derzeit doch allerorten große Risiken für den seit sechs Jahren steigenden Dax: Das bröckelnde Wachstum Chinas und in anderen Schwellenländern, die immer noch nicht ausgestandene Krise in Griechenland sowie die bevorstehende Zinserhöhung der amerikanischen Notenbank Fed gehören zu den größten Gefahren.

Prognosen: Schwieriges Geschäft

Blick in die Zukunft

Vor allem zum Jahreswechsel haben Prognosen Hochkonjunktur. Sie bieten Anlegern Orientierung, wohin es mit Dax, Euro Stoxx 50 Co. im Folgejahr gehen könnte und wo Gefahren lauern.

Marketinginstrument

Für Banken und Fondsgesellschaften sind Prognosen aber auch ein Marketinginstrument. Schließlich machen die Institute ihre Kunden damit auf sich und ihre Produkte aufmerksam.

Hohe Fehlerquote

Die Treffsicherheit der Prognosen ist nicht besonders hoch. Geopolitische Krisen oder sich überraschend verändernde Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft machen die Berechnungen der Analysten mitunter zunichte. Aktionärsschützer wie beispielsweise die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sehen Prognosen deshalb auch kritisch.

Reiner Zweckoptimismus der an Aktienverkäufen verdienenden Banken also? Nein, sagt Reinhard Pfingsten. Es gebe handfeste Gründe für eine positive Prognose, sagt der Anlagestratege von Hauck Aufhäuser: das Anleihekaufprogramm der Notenbank, der schwächere Euro und die dadurch besseren Konjunktur- und Gewinnaussichten im Euro-Raum. Pfingsten hat sein Kursziel daher um 1 500 Punkte angehoben, nachdem er noch im Dezember einen Jahresendstand von 10.600 Punkten vorhergesagt hatte.

Kommentare (15)

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Herr walter rehm

05.08.2015, 14:32 Uhr

"Dax 12.000? Kein Problem!"

Dieser Artikel bei einem aktuellem Daxstand von über 11.600 !!!! Punkten...da fällt sogar mir nichts dazu ein....

Account gelöscht!

05.08.2015, 14:38 Uhr

An solchen DAX-Ständen zu einem Zeitpunkt X würde ich mich niemals beteiligen.

Aber Qualitätsaktien mit solider Dividendenrendite kann man(n) immer kaufen für die Altersvorsorge (genauso wie Immobilien), wenn man(n) freie Liquidität hat und das Geld anderweitig nicht benötigt.

Es gibt neben der Aktien-Dividende (und erstklassigen Immobilien) keine bessere Form der Altersvorsorge. Zumindest wenn man(n) als Selbständiger seinen Ruhestand mit Mitte 40 ganz ohne andere Einkünfte plant. Den einzigen Vorteil den ich bei Immobilien gegenüber Akten sehe, sind die regelmäßige Einnahmen. Denn (heimische) AGs beglücken ja ihre Anteilseigner nur 1x im Jahr. Meine Mieter zahlen aber monatlich.

Herr Peter Noack

05.08.2015, 15:01 Uhr

Dax 120.000, einhundertzwanzigtausend, kein Problem! Ist doch nur eine Frage der Zeit!
Steigt der Dax jährlich um 25 Prozent, verdoppelt er sich alle drei Jahre. Schon 2025 könnte dieser Wert übertroffen sein. Die Deutsche Wirtschaft wird dann kaum 130 Prozent von heute leisten. Damit solle endgültig und endgültigst geklärt sein, dass Börsenindizes nichts mit dem BIP zu tun haben., ist das allen endgültig klar? Wie sollte das Unbegreifliche denn klar sein?

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