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08.04.2011

12:51 Uhr

Börsenstart

Kursgewinne für Norma

Kursgewinne zum Börsenstart gab es für den hessischen Verbindungstechnik-Spezialisten Norma. Die 21, 50 Euro teuren Aktien des Börsenneulings lagen am Freitag 50 Cent über dem Ausgabepreis.

Neben Norma stehen für die Frankfurter Börse mit Powerland und der GSW noch andere Neulinge in den Startlöchern. Quelle: Reuters

Neben Norma stehen für die Frankfurter Börse mit Powerland und der GSW noch andere Neulinge in den Startlöchern.

Frankfurt

Mit einem soliden Börsendebüt hat Norma anderen IPO-Kandidaten den Gang aufs Parkett geebnet. Die Aktien des hessischen Verbindungstechnik-Spezialisten starteten am Freitag mit 21,50 Euro mehr als zwei Prozent im Plus in den Handel und hielten sich bis zum Mittag trotz leichter Verluste über dem Ausgabepreis von 21 Euro. "Jetzt werden wir dafür belohnt, dass wir nicht die Nerven verloren haben", sagte Ulf von Haacke, Deutschland-Chef des Norma-Hauptgesellschafters 3i, zu Reuters.

Einfach hätten es Börsenkandidaten derzeit nämlich nicht, wie von Haacke betonte: Die Erdbebenkatastrophe in Japan hatte die Aktienmärkte erschüttert und auch die Schuldenkrise in Europa macht die Investoren nervös. Trotz eines neuen heftigen Nachbebens in Japan ist der Dax zum Wochenausklang aber wieder auf Erholungskurs eingeschwenkt.

Die anderen Börsenanwärter dürften den Handelsauftakt von Norma mit Argusaugen verfolgt haben. Schon am Montag steht das Börsendebüt des chinesischen Taschenherstellers Powerland an, am Freitag will der Berliner Immobilienkonzern GSW folgen.

Letzterer dürfte mit einem Volumen von deutlich über 500 Millionen Euro das bislang größte Initial Public Offering (IPO) in diesem Jahr machen. Norma hatte rund 390 Millionen bei den Investoren eingesammelt, wovon 147 Millionen in die Kassen des Unternehmens fließen. Der Rest geht an die Alteigentümer, in erster Linie an den Londoner Fonds 3i, der 2005 bei dem Hersteller von Schlauch- und Rohrschellen für industrielle Anwendungen eingestiegen war. Nach Abschluss des Börsengangs werden die Alteigentümer mehr als 42 Prozent an Norma halten, der Streubesitz wird bei knapp 58 Prozent liegen.

Jenseits der Landesgrenzen schaffte ein anderer Börsenneuling keinen so guten Start: In Wien gingen die Aktien des Aluminiumspezialisten AMAG Austria Metall auf Talfahrt und notierten mit 17,75 Euro am Mittag mehr als einen Euro unter dem Ausgabepreis - dabei lag dieser mit 19 Euro schon am unteren Ende der Angebotsspanne. Seit dem milliardenschweren IPO des Baukonzerns Strabag im Oktober 2007 hatte kein Unternehmen mehr den Sprung an die Wiener Börse gewagt. Amag hatte rund 370 Millionen eingesammelt. Ein weiterer Neuzugang steht kurz bevor. Der Solartechnikkonzern Isovoltaic hat für den 15. April sein Börsendebüt angekündigt.

Von

rtr

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