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31.07.2015

13:20 Uhr

Bombardier

Börsengang der Zugsparte im vierten Quartal

Das Zuggeschäft von Bombardier gehört zu den wichtigsten Börsenkandidaten für das zweite Halbjahr. Der Konzern strebt eine Notierung im vierten Quartal an. Der Erlös soll das Unternehmen finanziell flexibler machen.

Der kanadische Konzern baut neben Zügen auch Flugzeuge. Dieses Geschäft ist in der Sparte Bombardier Aerospace gebündelt. ap

Bombardier

Der kanadische Konzern baut neben Zügen auch Flugzeuge. Dieses Geschäft ist in der Sparte Bombardier Aerospace gebündelt.

BerlinDer Bombardier-Konzern will seine Zugsparte noch in diesem Jahr an die Börse bringen. Angestrebt werde eine Notierung an der Frankfurter Börse im letzten Vierteljahr, kündigte Bombardier Transportation am Freitag am Sitz der Sparte in Berlin an. Der Erlös solle das Unternehmen finanziell flexibler machen und seinen Wert klarer herausstellen, hieß es.

Die kanadische Mutter Bombardier Inc. werde jedoch die deutliche Mehrheit der Anteile behalten. Näheres zum geplanten Börsengang will Bombardier voraussichtlich Ende September bekanntgeben.

So läuft ein Börsengang ab

1. Auswahl einer Emissionsbank

Hat sich die Führungsebene eines Unternehmens zu einem Börsengang entschlossen, sind diverse Vorbereitungen zu treffen. Zunächst müssen Gespräche mit Banken geführt werden, um einen geeigneten Partner bei der Durchführung des IPO zu finden. Im weiteren Verlauf wird in der Regel eine der Banken zum Konsortialführer bestimmt, oftmals gehören dem Konsortium weitere Banken an, die an der Emission ebenfalls beteiligt werden.

2. Durchführung einer Unternehmensanalyse

Um die geplante Gesellschaft zu analysieren, wird eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt. In deren Verlauf wird der Unternehmenswert ermittelt. Die Analyse mündet in der Formulierung eines rechtlich verbindlichen Börsenprospektes, der Voraussetzung für den Handel an der Börse ist.

3. Roadshow

Im Rahmen einer so genannten Roadshow wirbt das Unternehmen auf Basis des Börsenprospektes Investoren für den eigenen Börsengang. Dabei werden die Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel einer Roadshow ist es darüber hinaus, das potenzielle Interesse an den Aktien des eigenen Unternehmens auszuloten.

4. Festlegen eines Emissionspreises

Nach der Roadshow legen die Konsortialbanken eine ihrer Meinung nach angemessene Preisspanne fest, in deren Rahmen die Unternehmensaktien gezeichnet werden sollten. Der Emissionspreis liegt gemeinhin im Rahmen dieser so genannten Bookbuildingspanne und wird in Folge festgelegt. Alternativ kann die Gesellschaft auch einen Festpreis bestimmen.

5. Zuteilung der Aktien

Nach Festlegung des Emissionspreises können die Anteilsscheine den Investoren zugeteilt werden. Dabei werden die Aktien öffentlich zur Zeichnung angeboten. Während dieser vorher festgelegten Zeichnungsfrist legen sich potenzielle Anleger auf eine bestimmte Stückzahl fest. Ist die Nachfrage nach Aktien größer als das Angebot, spricht man davon, dass der Börsengang "überzeichnet" ist. Dann wird bestimmt, wie die Anteilsscheine zugeteilt werden.

6. Erstnotiz

Nach erfolgreicher Zuteilung der Aktien werden die Papiere erstmals an den Börsenparketts gehandelt. Dabei wird ein erster Kurs festgestellt, die so genannte Erstnotiz. Von diesem ersten Börsenkurs ist abhängig, ob die Investoren – in Abhängigkeit von dem gezahlten Emissionspreis – Zeichnungsgewinne oder -verluste einfahren.

7. Regulärer Handel an der Börse

Die Anteilsscheine können nun regulär am Kapitalmarkt gehandelt werden. Allgemeine Informationen zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren können Sie zum Beispiel hier einsehen.

Quelle

Der kanadische Konzern baut neben Zügen auch Flugzeuge. Dieses Geschäft ist in der Sparte Bombardier Aerospace gebündelt.

Von

dpa

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