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22.04.2014

12:05 Uhr

Branche im Fokus

Heiße Wetten beflügeln Pharma-Aktien

Großes Gemunkel in der Pharmabranche: Der US-Konzern Pfizer soll für Astra-Zeneca ein Übernahmegebot abgegeben haben. Noch haben sich die Konzerne nicht dazu geäußert, doch die Aktionäre greifen schon zu.

Übernahmephantasien treiben Pharma-Aktien - Dax knackt 9500 Punkte

Video: Übernahmephantasien treiben Pharma-Aktien - Dax knackt 9500 Punkte

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FrankfurtEin Medienbericht sorgt an der Börse und in der Pharmawelt für Furore. Der europäische Branchenindex der Pharmaindustrie stieg um bis zu drei Prozent. „Die Übernahmefantasien sind wieder da“, sagte ein Börsianer.

Spitzenreiter bei den europäischen Pharmawerten war Astra-Zeneca mit einem Kursplus von bis zu 8,8 Prozent. Der „Sunday Times“ zufolge hat der US-Konzern Pfizer hundert Milliarden Dollar für Astra-Zeneca geboten. Der britische Pharmakonzern habe die Offerte jedoch abgelehnt. Keines der beiden Unternehmen wollte sich zu diesem Thema äußern.

Die größten Pharmakonzerne nach Jahresumsatz

Platz 10

Teva (Israel)
20,3 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +/- 0 %

Pharma-Umsätze im Jahr 2013, Quelle: Unternehmen

Platz 9

Eli Lilly (USA)
21,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,9 %

Platz 8

Astra-Zeneca (Großbritannien)
25,7 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -8,1 %

Platz 7

Johnson & Johnson (USA)
28,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +10,9 %

Platz 6

Glaxo Smith Kline (Großbritannien)
33,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -1,3 %

Platz 5

Sanofi (Frankreich)
37,1 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -2,9 %

Platz 4

Merck (USA)
37,4 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -7,8 %

Platz 3

Roche (Schweiz)
39,0 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +3,9 %

Platz 2

Novartis (Schweiz)
47,5 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: +1,6 %

Platz 1

Pfizer (USA)
47,9 Milliarden Dollar

Veränderung zum Vorjahr: -6,5 %

Analysten rechnen jedoch mit einem zweiten Vorstoß von Pfizer. Zum einen habe Astra-Zeneca einige Mittel für die Krebs-Immuntherapie in der Pipeline, die vielversprechend seien. Zum anderen seien Zukäufe für Pfizer derzeit im Ausland interessanter als auf dem Heimatmarkt. Der US-Konzern habe mehrere zehn Milliarden Dollar in der Kasse, die von ausländischen Töchtern verdient wurden. Wenn Pfizer diese in die USA zurückführe, würden hohe Steuern fällig.

Im Sog der Übernahmefantasien stiegen auch die Bayer-Aktien um 2,6 Prozent und die Stada-Aktien legten um 4,1 Prozent zu. An der Pariser Börse zogen Sanofi-Aktien 1,8 Prozent an. Die Flut hebt alle Boote.

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