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16.07.2013

10:28 Uhr

Brasilien-Werk

Spekulation um Verkauf treibt Thyssen-Krupp

Lange Zeit machte Thyssen mit einem Stahlwerk in Brasilien Miese. Nun könnte das Unternehmen einen Käufer für das Werk gefunden haben – die Aktionäre freut's, das Wertpapier steigt.

Die Unternehmenszentrale der Thyssen Krupp AG in Essen. dapd

Die Unternehmenszentrale der Thyssen Krupp AG in Essen.

FrankfurtSpekulationen um einen baldigen Verkauf des verlustreichen Brasilien-Werkes hat Thyssen-Krupp am Dienstag Auftrieb gegeben. Die Aktien des Stahlkonzerns stiegen um 2,8 Prozent auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 15,79 Euro.

Einem Bericht des brasilianischen Zeitung „O Estado de Sao Paolo“ zufolge hat sich Thyssen mit der brasilianischen Stahlhütte CSN über den Verkauf von zwei Dritteln der Anteile an dem Werk geeinigt. Der deutsche Konzern werde mit einer kleinen Beteiligung engagiert bleiben, hieß es weiter. Es fehle aber noch die Zustimmung des Minenbetreibers Vale, dem 27 Prozent an dem brasilianischen Stahlwerk gehören.

Thyssen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern und bekräftigte, dass man eine baldige Lösung für das Übersee-Geschäft anstrebe. Thyssen versucht seit Monaten, seine Verlustbringer in Brasilien und den USA loszuschlagen.

Der Essener Konzern versucht seit Monaten, seine beiden Werke in Übersee - sprich in Brasilien und den USA - zu verkaufen. Vor allem das Engagement in Brasilien stand von Anfang an unter keinem guten Stern: Der Bau der Anlage dauerte viel länger und kostete mehr als das Doppelte als geplant. Zudem lag die Werksführung mit den brasilianischen Behörden wegen Vorwürfen der Umweltverschmutzung im Clinch. ThyssenKrupp musste Milliarden abschreiben. Zuletzt legte eine Panne einen der beiden Hochöfen lahm, so dass die Kapazität auf weniger als die Hälfte des Normalbetriebs sank.

Von

rtr

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