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23.06.2015

14:16 Uhr

Brexit-Gefahr

Frankfurt und Paris könnten das neue London werden

Die Briten werden bald über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union abstimmen. Ein „No“ könnte für die Finanzbranche in London schwerwiegende Folgen haben. Und Deutschland könnte profitieren.

Selbstbewusst präsentiert ein Mann zum Besuch der Queen in Berlin einen „Union Jack“. Doch scheidet Großbriannien aus der EU aus, könnte Bescheidenheit angesagt sein. dpa

Britische Fahne in Berlin

Selbstbewusst präsentiert ein Mann zum Besuch der Queen in Berlin einen „Union Jack“. Doch scheidet Großbriannien aus der EU aus, könnte Bescheidenheit angesagt sein.

LondonFür den Fall, dass Großbritannien die Europäische Union verlässt, könnten Frankfurt, Paris oder Dublin die Rolle Londons als Finanzplatz übernehmen. Diese Einschätzung vertritt die Ratingagentur Standard & Poor's.

Die britische Finanzdienstleistungsbranche beschäftigt rund 1,4 Millionen Menschen und lockt die meisten Direktinvestitionen unter den reichen Nationen an, heißt es in einem am Dienstag vorgelegten Bericht von S&P. Ein Austritt aus der EU würde demnach zu einer Verringerung der Direktinvestitionen in Großbritannien und insbesondere in den Finanzdienstleistungssektor führen und die Kosten für die Geschäftstätigkeit erhöhen.

Die größten Investmentbanken der Welt

Platz 10

UBS Investment Bank
Volumen: 245,4 Milliarden Dollar*

*Wert der betreuten M&A-Deals, Stand: 2014

Quelle: Statista

Platz 9

Credit Suisse
Volumen: 365,6 Milliarden Dollar

Platz 8

Deutsche Bank
Volumen: 440,9 Milliarden Dollar

Platz 7

Lazard
Volumen: 470,5 Milliarden Dollar

Platz 6

Barclays
Volumen: 528,9 Milliarden Dollar

Platz 5

Citigroup
Volumen: 619,5 Milliarden Dollar

Platz 4

Bank of America/Merrill Lynch
Volumen: 647,4 Milliarden Dollar

Platz 3

Morgan Stanley
Volumen: 693,8 Milliarden Dollar

Platz 2

JP Morgan
Volumen: 697,9 Milliarden Dollar

Platz 1

Goldman Sachs
Volumen: 939,9 Milliarden Dollar

„Dieser Trend würde sich potenziell verstärken, wenn sich Großbritannien außerhalb des gemeinsamen EU-Wirtschaftsraums befindet oder die Freizügigkeit von Arbeitnehmern beschränkt würde“, schrieben die S&P-Analysten um Frank Gill. „Es ist zu erwarten, dass ausländische Bankenkonzerne einen Teil ihrer Handelsaktivitäten von London weg verlagern würden.“

Die Analysten schreiben, dass ein Großteil des Wachstums der Finanzindustrie im Land mit der Aufnahme in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ab 1973 und der Deregulierung der Finanzmärkte im Jahr 1986 zusammenhänge.

Kommentare (8)

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23.06.2015, 14:47 Uhr

So ein Schwachsinn! Wer will schon ins Pleite-Euroland?!
Die Schweiz ist nicht in der EU und hat ihre eigene Währung und Finanzplatz. Die USA ist nicht in der EU und hat seine eigene Währung und Finanzplatz. Japan ist nicht in der EU und hat sein eigene Währung und Finanzplatz usw. usw.
Der EURO und die EU sind zu den Wettbewerbskillern Nummer 1 in Europa geworden!

Herr walter danielis

23.06.2015, 15:00 Uhr

London wird mit Hilfe der USA dafür sorgen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Man ist hier auf einem guten Weg: Ukrainekrise, Migrantenschwemme, Europrobleme usw.

Herr Fritz Yoski

23.06.2015, 15:14 Uhr

"Und Deutschland könnte profitieren. "
Besonders "profitieren" wird Deutschland wenn der Steuerzahler dann diese kriminellen Vereinigungen alternativlos retten darf.

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