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18.09.2013

17:00 Uhr

BVB-Aktie

Schwarz-gelbes Schnäppchen mit Risiko

Quelle:Börse am Sonntag

Für Borussia Dortmund geht es am Mittwochabend in die Champions League. Über das fußballerische Potenzial der Schwarz-Gelben gibt es keinen Zweifel. Doch wie sieht es auf dem Börsen-Parkett aus?

BVB-Boss Hans Joachim Watzke har gut Lachen. Er hat den einstigen Schuldenklub zu einem der profitabelsten Fußballvereine Deutschlands gemacht. dpa

BVB-Boss Hans Joachim Watzke har gut Lachen. Er hat den einstigen Schuldenklub zu einem der profitabelsten Fußballvereine Deutschlands gemacht.

Wenn der BVB am Mittwoch beim SSC Neapel in die neue Saison der Champions-League startet, werden wieder viele Millionen Menschen vor den Fernsehgeräten, am Radio oder live im Stadion gebannt mitfiebern. Die Aussichten für ein ähnlich erfolgreiches Abschneiden auf der großen europäischen Bühne, wie in der vergangenen Saison, in der die Westfalen erst im Finale kurz vor Schluss den Kürzeren zogen, sind gegeben.

Die Mannschaft hat deutlich an internationaler Erfahrung gewonnen, der vielumworbene Starstürmer Robert Lewandowski konnte gehalten werden, und der Verein investierte im Sommer noch mal üppige 50 Millionen in neue Topspieler.

Ausgaben in dieser Größenordnung waren vor wenigen Jahren, als der Klub nach jahrelanger Misswirtschaft verbunden mit sportlichem Niedergang um seine Existenz kämpfen musste, noch undenkbar gewesen. Jetzt aber florieren die Umsätze bei Deutschlands einzigem börsennotierten Fußballverein. Die kürzlich veröffentlichten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bedeuteten einen neuen Rekord. 305 Millionen Euro Konzernumsatz und 53,3 Millionen Jahresüberschuss- so etwas gab es in der 103-jährigen Geschichte der Schwarz-Gelben noch nie.

Die erfreuliche Entwicklung von Borussia Dortmund spiegelt sich zunehmend auch im Aktienkurs wider. Seit Juli 2012 hat sich der Titel um rund 50 Prozent verteuert. Angesichts der Tatsache, dass die Aktie im April 2009 beim Tiefstand von 82 Cent lag, darf man auch aus Börsensicht von einer schönen Comeback-Geschichte sprechen. Aktuell steht das Papier bei 3,60 Euro, ein Anstieg auf bis auf fünf Euro gilt unter Optimisten wie Fans als „realistisches Ziel“.

Doch gemach! Fußball bleibt ein unwägbares Unterfangen, und die Wachstumspotentiale sind im Kerngeschäft begrenzt. Bis zum Ausgabekurs vom Oktober 2000, der 10,50 Euro betrug, ist es daher noch ein weiter Weg. Doch das Potential, mittel-bis langfristig den Kurs der Jahrtausendwende zu erreichen oder gar zu übersteigen, ist durchaus da. Immer mehr Investoren interessieren sich für die BVB-Aktie, die nicht mehr nur ein Produkt
für Fans ist, sondern zunehmend als echte Geldanlage gesehen wird. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gerade mal rund fünf ist das Papier ein echtes Schnäppchen. Kein Wunder also, dass die Wirtschafts-Woche das Papier in den zurückliegenden Monaten bereits zweimal empfohlen hat. Auch das Bankhaus Lampe, sowie Close Brothers Seydler Research gaben kürzlich eine Kaufempfehlung für die Aktie ab und erhöhten das Kursziel auf fünf Euro.

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