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20.11.2014

13:56 Uhr

CGG lehnt Technip-Angebot ab

Geplatzte Fusion sorgt für Bewegung bei europäischen Öldienstleistern

Hat die Politik ihre Finger im Spiel? Der Öldienstleister CGG hat ein Angebot des Rivalen Technip abgewiesen, das Rätsel aufgibt. Händler spekulieren, dass der französische Staat eine Fusion begrüßen würde.

Geplatzte Fusionspläne haben am Donnerstag Bewegung in die Aktien von europäischen Öldienstleistern gebracht. dpa

Geplatzte Fusionspläne haben am Donnerstag Bewegung in die Aktien von europäischen Öldienstleistern gebracht.

ParisIn die europäische Öldienstleister-Branche ist am Donnerstag Bewegung gekommen: Nachdem die französische CGG ein milliardenschweres Angebot des Rivalen Technip abgewiesen hatte, setzten viele Anleger auf eine Konsolidierung der Branche, sagten Händler. So zogen die Aktien von CGG um bis zu 27,4 Prozent auf 8,30 Euro an. Technip hatte 1,47 Milliarden Euro oder 8,30 Euro je Aktie geboten.

Technip-Aktien brachen hingegen um 7,7 Prozent auf 56,20 Euro ein, womit sie im CAC40 die rote Laterne hielten. Die Aktien der Konkurrenten Saipem in Mailand und TGS-Nopec in Oslo legten bis zu 3,7 und 5,7 Prozent zu.

GCC beschrieb das Angebot von Technip als nicht ausreichend. Analysten hielten ebenfalls nicht viel von der Offerte: „Die Synergie-Effekte liegen nicht auf der Hand“, erklärte Alain Parent, Analyst bei Natixis in Paris. Für Technip würde sich eine solche Übernahme nicht rechnen.

Die französische Regierung ist an beiden Unternehmen mit einem kleinen Anteil beteiligt und hat laut der Nachrichtenagentur Bloomberg den Konzernen die Fusion nahegelegt. „Da steckt ganz klar die Politik dahinter“, kommentierte ein Händler in Paris. Ein mit dem Vorgang vertrauter Insider sagte Reuters, die Gespräche zwischen Technip und CGG würden fortgesetzt. Einzelheiten nannte er aber nicht.

Die Branche leidet unter dem Kostendruck der Ölkonzerne, der durch die fallenden Ölpreise entstanden ist. In der vergangenen Woche hatte der US-Konzern Halliburton den kleineren Rivalen Baker Hughes für 34,6 Milliarden Dollar übernommen.

Von

rtr

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