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23.09.2011

14:11 Uhr

Chemiekonzern

Evonik bläst Börsengang offiziell ab

Der Essener Chemiekonzern Evonik hat seinen rund fünf Milliarden Euro schweren Börsengang offiziell auf Eis gelegt. Als Grund nannte das Unternehmen die derzeit schlechte Lage an den Finanz- und Kapitalmärkten.

Evonik glaubt, die Investoren seien nicht bereit. dapd

Evonik glaubt, die Investoren seien nicht bereit.

DüsseldorfDer Absturz an den Börsen hat die Hoffnung auf den größten Börsengang in Deutschland seit Jahren für 2011 nun endgültig zunichte gemacht. Der Chemiekonzern Evonik werde den Schritt anders als bisher geplant im Herbst nicht mehr wagen, teilte der Evonik-Mehrheitseigner, die RAG-Stiftung, am Freitag mit.

Die „aktuelle Verfassung der Finanz- und Kapitalmärkte und ihre Perspektiven“ machten für dieses Jahr einen Börsengang der Evonik unmöglich. Dies sei das Ergebnis von Beratungen zwischen Stiftung, Miteigner CVC und dem Evonik-Management. Schon am Vortag hatte es Informationen über eine Verschiebung gegeben.

Der Chef des Evonik-Mehrheitseigners RAG-Stiftung, Wilhelm Bonse-Geuking, betonte, der Essener Konzern sei in einer „hervorragenden Verfassung“, doch sei die Unsicherheit an den Finanzmärkten „Gift für den Börsengang“. Die Stiftung, CVC und Evonik würden die Entwicklung an den Börsen nun „sehr genau beobachten“ und seien wegen der umfassenden Vorbereitungen in der Lage, den Börsengang auch kurzfristig einzuleiten, „wenn die Richtung auf den Märkten wieder stimmt“. Entscheidend sei die richtige Bewertung der Investoren für Evonik.

Für den weiter geplanten Börsengang wird ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro erwartet. Vor kurzem hatte bereits der Siemens-Konzern den Börsengang seiner Tochter Osram verschoben.   

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