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30.11.2012

12:05 Uhr

China-Versicherer

Börsengang bringt PICC über drei Milliarden ein

Anleger wollen derzeit keine große Risiken eingehen. Das zeigt sich auch am Börsengang des chinesischen Versicherers PICC. Die Nachfrage war zurückhaltend – und der Erlös übertraf nur knapp die Mindestvorstellungen.

Der Großteil der Einnahmen aus dem Börsengang von PICC kommt von Anker-Investoren. Reuters

Der Großteil der Einnahmen aus dem Börsengang von PICC kommt von Anker-Investoren.

HongkongDer chinesische Versicherer PICC hat beim größten Hongkonger Börsengang seit zwei Jahren 3,1 Milliarden Dollar eingenommen. Die Nachfrage blieb jedoch verhalten, obwohl eine Rekordzahl von 17 Banken den Sprung auf das Parkett organisierte und mehreren Anker-Investoren mehr als die Hälfte der Aktien zeichneten. Der Erlös lag deshalb nur knapp über den Mindestvorstellungen des staatlichen Unternehmens. Ab dem 7. Dezember sollen die PICC-Papiere gehandelt werden.

Die europäische Schuldenkrise wirkt sich Analysten zufolge auch in Asien aus und senkt die Bereitschaft der Anleger, große Risiken einzugehen. "Investoren dürften sich auch wegen der abschwächenden Wirtschaft in China Sorgen machen, es gibt also zahlreiche Befürchtungen an der Makro-Front", sagte die Versicherungsexpertin Olive Xia von der Investmentfirma Core Pacific Yamaichi in Shanghai. PICC legte den Ausgabepreis auf 3,48 Hongkong-Dollar fest. Die zuvor den Investoren angebotene Spanne lag zwischen 3,42 und 4,03 Hongkong-Dollar pro Aktie.

Die Emission ist die größte seit Oktober 2010, als ebenfalls ein Versicherer in der Finanzmetropole am südchinesischen Meer für Aufsehen sorgte. AIA - die Asien-Tochter des einst weltgrößten Versicherers AIG und das Kronjuwel des Konzerns - spielte in Hongkong satte 20,5 Milliarden Dollar ein. Im laufenden vierten Quartal, in dem üblicherweise die meisten Börsengänge über die Bühne gehen, stehen nun aber nur noch kleinere Deals an. Die Volumina sind zuletzt nicht nur in Hongkong, sondern auch im Rest von China und in Singapur gefallen.

Mit 1,8 Milliarden Dollar kommt der Großteil der PICC-Einnahmen von Anker-Investoren. Dazu gehört unter anderem der US-Konzern AIG, dem es nach der Rettung durch die US-Regierung in der Finanzkrise mittlerweile wieder gutgeht. Hinzu kommen weitere Versicherer wie China Life sowie Energie- und Minen-Konzerne aus dem Reich der Mitte.

Von

rtr

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