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16.06.2011

21:20 Uhr

Chinesischer Kartonhersteller

Youbisheng will an die Frankfurter Börse

Der chinesische Kartonhersteller Youbisheng Green Paper strebt an die Frankfurter Börse. Mit den 40 Millionen Euro aus der Kapitalerhöhung will Youbisheng vor allem die Produktionskapazität verdreifachen.

Der chinesische Kartonhersteller Youbisheng Green Paper strebt auf das Frankfurter Parkett. Quelle: dapd

Der chinesische Kartonhersteller Youbisheng Green Paper strebt auf das Frankfurter Parkett.

FrankfurtDer chinesische Kartonhersteller Youbisheng Green Paper treibt seine Börsenpläne in Frankfurt voran. Das Unternehmen legte am Donnerstag die Preisspanne für bis zu 5,75 Millionen Aktien auf 6,50 bis 9,50 Euro fest. Davon stammen bis zu fünf Millionen Papiere aus einer Kapitalerhöhung. Damit würden dem Unternehmen aus Quanzhou selbst in der Mitte der Spanne 40 Millionen Euro aus der Kapitalerhöhung zufließen, mit denen Youbisheng vor allem die Produktionskapazität verdreifachen will. Die Altaktionäre um die Investmentholding von Konzernchef Huang Haiming würden bis zu 7,1 Millionen Euro einnehmen. Die Holding will aber zugleich neue Aktien für bis zu zwei Millionen Euro kaufen. Der Streubesitz soll bei rund 38 Prozent liegen.

Die Aktien können vom 27. Juni bis zum 11. Juli gezeichnet werden, der erste Handelstag für die Papiere aus der Kapitalerhöhung ist für den 19. Juli geplant. Die existierenden Aktien sollen bereits ab dem 13. Juli gehandelt werden. Das Unternehmen wird von der BankM und der Investmentbank Silvia Quandt an die Börse begleitet. Es behält sich vor, die Kapitalerhöhung bei mangelnder Nachfrage zu verschieben. Der Börsengang - ein sogenanntes „Safe IPO“ - soll auf jeden Fall stattfinden.

Youbisheng stellt aus Altpapier Karton etwa für Papiertüten oder Verpackungen her. Die Firma setzte mit 300 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 75,3 Millionen Euro um, der Gewinn vor Steuern belief sich auf 17,7 Millionen. Es werde nach dem Börsengang zwei Jahre dauern, die Kapazität auf das geplante Niveau auszubauen, sagte Firmenchef Huang Haiming zu Reuters. Danach wolle Youbisheng eine Dividende zahlen.

Der Zustrom chinesischer Unternehmen an die Frankfurter Börse reißt nicht ab. Youbisheng ist bereits die dritte Firma aus dem Reich der Mitte, die den Schritt wagt. Am 10. Juni hatte der Stromaggregate-Hersteller United Power sein Debüt gefeiert, China Specialty Glass (CSG) will noch im Juni folgen.

„Wir haben einen IPO an einer Reihe von Börsen wie Singapur, Hongkong und einigen chinesischen Handelsplätzen geprüft. Singapur ist weniger liquide, chinesische Börsen haben eine sehr lange Warteliste und Hongkong ist nur für sehr große Unternehmen geeignet“, begründete der Youbisheng-Chef die Entscheidung für Frankfurt.

Von

rtr

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