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19.04.2013

11:02 Uhr

Chip-Hersteller

AMD erholt sich durch überraschend guten Absatz

Das PC-Geschäft schwächelt, AMD geht es schlecht. Nun setzt der Halbleiterhersteller auf den Smartphone-Markt und will so im kommenden Quartal ein Plus von zwei Prozent erzielen. Derzeit fällt der Kurs aber rapide.

US-Chiphersteller AMD setzt auf Tablet- und Smartphonemarkt. ap

US-Chiphersteller AMD setzt auf Tablet- und Smartphonemarkt.

San FranciscoDer wegen der PC-Flaute unter Druck geratene US-Halbleiterhersteller AMD peilt mit einer stärkeren Konzentration auf das boomende Smartphone- und Tablet-Geschäft einen überraschend hohen Umsatz an. Nach einem Erlösrückgang um 32 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar im ersten Quartal soll sich der Umsatz im laufenden Vierteljahr im Vergleich dazu um etwa zwei Prozent verbessern, wie Advanced Micro Devices am Donnerstag mitteilte. Analysten waren bislang von weniger ausgegangen. Dennoch konnte der Intel-Rivale die Investoren nicht überzeugen. Die AMD-Aktie gab im nachbörslichen Handel fast sechs Prozent nach und damit ihre kurz vor Marktschluss eingefahrenen Gewinne wieder ab - und das obwohl Umsatzrückgang und Verlust im ersten Quartal nicht so immens ausfielen wie von den Experten prognostiziert.

Chiphersteller: AMD schreibt erneut rote Zahlen

Chiphersteller

AMD schreibt erneut rote Zahlen

Die Nummer zwei hinter Intel hofft auf den Tablet-Markt und neue Server-Prozessoren.

Firmen wie Intel und der kleinere Rivale AMD wird die steigende Beliebtheit von mobilen Geräten wie Tablet-PCs und Smartphones derzeit zum Verhängnis. Die Nachfrage nach PCs und Laptops sinkt und damit auch nach Halbleitern für diese Geräte - damit bricht diesen Unternehmen ihr Kerngeschäft zunehmend weg. Auch die langerhoffte Markteinführung des neuen Betriebssystems Windows 8 von Microsoft im Oktober brachte bislang keine Belebung der PC-Absätze. Im Gegenteil: der Absatz herkömmlicher PCs fiel im ersten Quartal um 14 Prozent - das ist der schwerste Einbruch seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1994. Wie Intel will sich AMD, das zu den ältesten Chipherstellern im Silicon Valley zählt, deshalb stärker auf Halbleiter für die neuen Märkte konzentrieren. Zudem will AMD die Kosten weiter senken.

Bislang haben Neuausrichtung und die Einsparungen nicht den großen Durchbruch gebracht. Immer noch steht ein dickes Minus in der Bilanz, auch wenn AMD den Fehlbetrag deutlich eindämmen konnte. Im abgeschlossenen Quartal sank der Nettoverlust auf 146 Millionen Dollar nach 590 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Damit fiel er geringer aus als von Experten erwartet. "In einer Welt geringer Erwartungen ist dies ein ordentlicher Bericht - ein solides Absetzen von den niedrigen Prognosen", sagte Sanford-Bernstein-Analyst Stacy Rasgon.

Auch Intel musste zu Jahresbeginn erneut einen Umsatz- und Gewinnrückgang verkraften und erwartet im laufenden Vierteljahr weltweit weniger Erlöse. Dennoch sieht Intel ab der Jahresmitte einen Aufwärtstrend und erwartet im Gesamtjahr ein Umsatzplus um ein paar Prozentpunkte.

Von

rtr

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