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12.09.2013

17:15 Uhr

Comeback

Hotelgruppe Hilton wieder an der Börse

Vor sechs Jahren wurde die Hotelgruppe Hilton von der Börse genommen werden. Nun kehrt die Hotelkette zurück auf das das Parkett. An der Organisation des Comebacks ist auch die Deutsche Bank beteiligt.

Die 1919 von Conrad Hilton gegründete Hotelkette umfasst heute rund 4000 Häuser in 90 Ländern. dpa

Die 1919 von Conrad Hilton gegründete Hotelkette umfasst heute rund 4000 Häuser in 90 Ländern.

New YorkDie traditionsreiche Hotelgruppe Hilton Worldwide kehrt an die Börse zurück. Der US-Finanzinvestor Blackstone als Eigentümer peilt dabei einen Erlös von bis zu 1,25 Milliarden Dollar an, wie aus dem IPO-Antrag am Donnerstag hervorging. Blackstone will mit dem Verkauf Profit aus der konjunkturellen Erholung schlagen: Eine stetig zunehmende Zahl von Touristen und Geschäftsreisenden erlaubt den Hotels inzwischen sogar wieder Preiserhöhungen. Deshalb dürfte Hilton Blackstone zufolge in diesem Jahr fast 60 Prozent mehr verdienen als 2009 nach dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise.

Blackstone hatte Hilton 2007 kurz vor der Krise, als generell noch sehr hohe Preise gezahlt wurden, für 26,7 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Es war einer der größten schuldenfinanzierten Deals von Private-Equity-Gesellschaften. Die 1919 von Conrad Hilton gegründete Hotelkette umfasst heute rund 4000 Häuser in 90 Ländern unter zehn verschiedenen Marken, darunter die Luxus-Hotels Waldorf Astoria mit dem berühmten Ableger in New York sowie DoubleTree, Embassy Suites, Homewood Suites und Hampton Inn. Die Gruppe kommt auf rund 660.000 Gästezimmer in 90 Ländern.

Blackstone machte keine Angaben dazu, wie viele Hilton-Aktien verkauft werden sollen oder was diese kosten sollen. Zudem ist das tatsächliche Volumen des Börsengangs noch ungewiss: Die Angabe von 1,25 Milliarden Dollar dient zunächst vor allem dazu, die Höhe von Gebühren zu errechnen. Die endgültige Größe des Initial Public Offering (IPO) kann davon abweichen.

Das Comeback auf dem Parkett organisieren sollen neben den US-Großbanken Goldman Sachs, Bank of America und Morgan Stanley auch die Deutsche Bank. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im August von eingeweihten Personen erfahren, dass der Börsengang schon im ersten Halbjahr 2014 möglich sein könnte.

Blackstone ist einer der größten Immobilien-Besitzer der Welt und will auch die weniger bekannte Hotelkette Extended Stay America an die Börse bringen. Die Beteiligungsgesellschaft hat vor drei Jahren das damals insolvente Unternehmen zusammen mit Co-Investoren für 3,9 Milliarden Dollar erworben. Außerdem hat Blackstone Insidern zufolge JP Morgan und Morgan Stanley angeheuert, um einen Verkauf oder einen Börsengang für die Discount-Kette La Quinta Inns & Suites zu prüfen. Das Unternehmen soll rund 4,5 Milliarden Dollar wert sein.

Von

rtr

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