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07.11.2012

15:58 Uhr

Commerzbank-Aktie

„Eine klare Strategie fehlt”

Der Commerzbank droht ein drastisches Sparprogramm. Vorstandschef Martin Blessing muss reagieren, weil der Wert seines Unternehmens sinkt. Können die Aktionäre von einem Sparprogramm profitieren?

Der Commerzbank-Chef Martin Blessing muss sparen. dpa

Der Commerzbank-Chef Martin Blessing muss sparen.

Falls Commerzbank-Chef Martin Blessing – wie von Zeitungen berichtet - morgen einen drastischen Stellenabbau verkünden wird, hat das vor allem einen Grund. Die Bank verliert rapide an Wert.

Der Marktwert des Instituts ist deutlich stärker gefallen, als bei vergleichbaren Banken in Kontinentaleuropa. Selbst ein Gewinn im dritten Quartal dürfte nicht ausreichen, um den Aktienkurs zu beflügeln. Aus Sicht des Vorstands und der Aktionäre bedeutet das: Die Kosten müssen runter, je schneller desto besser.

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Eine Zahlung 2012/2013 sei unwahrscheinlich, hieß es.

Der Marktwert der zweitgrößten deutschen Bank ist in den vergangen fünf Jahren um 95 Prozent eingebrochen. Nach einer Rally von 12 Prozent im laufenden Quartal wird am Markt in den kommenden 12 Monaten mit einem Kursrutsch von 6,2 Prozent gerechnet, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Am Dienstag verteuerte sich die Aktie um 2,7 Prozent, das war der größte Anstieg seit einer Woche.

Die Commerzbank ist viele Jahre lang ein kranker Mann gewesen und hat das Kapital der Aktionäre verbrannt”, sagte Christian Hamann, Analyst bei der Hamburger Sparkasse in Hamburg. Die Aktie wird sich nur erholen, wenn das Privatkunden- und das Investmentbankengeschäft schlanker und die Altlasten aus der Schiffs- und Immobilienfinanzierung reduziert werden.”

Vorstandschef Martin Blessing wird am Donnerstag bei der Ergebnisvorlage für das dritte Quartal auch Einzelheiten zu der strategische Neuausrichtung bekannt geben. Die Commerzbank hatte während der Finanzkrise Staatshilfen im Umfang von 18,2 Milliarden Euro erhalten und muss risikogewichtete Aktiva in Höhe von 67,5 Milliarden Euro abwickeln.

Eine klare Strategie fehlt”, sagt Christian Muschik, Analyst bei Silvia Quandt Research in Frankfurt. Ohne eine Strategie kann man eine Bank nicht umstrukturieren.” Es habe noch keine großen Veräußerungen gegeben, fügte er an.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

07.11.2012, 16:55 Uhr

Handelsblatt sollte Blessing zum schlechtesten Manager des Jahres küren.

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

Account gelöscht!

07.11.2012, 17:00 Uhr

Ich hatte selber einmal diese Aktien. Damals hatte ich sie noch bei 3,21 Euro gekauft und bei 7,05 Euro verkauft. Ich hatte alles richtig gemacht! Danach hatte ich noch gesagt, dass diese Aktie nie wieder so hoch gehen würde. Ich habe bis heute recht behalten! Wer diesen Müll immer noch hat und glaubt, dass die wieder bei 5, 6 oder 7 Euro landet, der muss krank im Kopf sein.

Wertevernichter

07.11.2012, 17:04 Uhr

Denen fehlt keine "klare Strategie", sondern eine Führung in Vorstand und AR, die ihr Geschäft versteht.
Die jetzigen Figuren haben - schon seit Jahren - grandios abgewirtschaftet und Milliarden von Aktionärsgeld verbrannt.

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