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20.03.2016

14:39 Uhr

Dax-Aktien

Glänzende Dividenden-Saison – mit wenigen Ausnahmen

Gleich zwei Dax-Schwergewichte streichen wegen miserabler Zahlen die Dividende. Damit aber stehen sie allein auf weiter Flur. Vor allem ein Autokonzern macht seine Anteilseigner glücklich.

Daimler wird etwa 3,5 Milliarden Euro an die eigenen Aktionäre ausschütten. dpa

Daimlers Stern: Mercedes-Benz

Daimler wird etwa 3,5 Milliarden Euro an die eigenen Aktionäre ausschütten.

FrankfurtAuch wenn das Börsenbarometer Dax einen desaströsen Jahresstart hinlegte - für die Aktionäre gibt es Trost: Sie dürfen sich nach einem Rekord im Vorjahr erneut auf einen guten Dividendenjahrgang freuen. Bis zu 40 Milliarden Euro schütten die deutschen Aktiengesellschaften Schätzungen zufolge an die Anteilseigner aus. Und das obwohl die Dax-Schwergewichte Deutsche Bank und RWE ihre Dividende streichen. Das Gros der Unternehmen hat seine Gewinne gesteigert und lässt die Anteilseigner entsprechend teilhaben. Und glaubt man etwa der DZ Bank, so ist weiterer Spielraum vorhanden.

Noch haben sich nicht alle Konzerne offiziell festgelegt. Der unabhängige Dividendenexperte Christian Röhl ist sich aber so gut wie sicher, wer in diesem Jahr auf dem Spitzenplatz steht und das meiste Geld ausschüttet: „Ganz oben funkelt der Stern“, sagt Röhl. Der Autobauer Daimler wird seiner Einschätzung nach mit fast 3,5 Milliarden Euro die höchste Summe für die Dividende ausgeben. Damit überholen die Stuttgarter die Allianz und Siemens. Der Versicherer und der Industriekonzern hatten im vergangenen Jahr die Plätze eins und zwei belegt.

Dividendenvorschau 2016: Diese Ausschüttungen dürfen Dax-Aktionäre erwarten

Dividendenvorschau 2016

Diese Ausschüttungen dürfen Dax-Aktionäre erwarten

Die Dividendensaison 2015 bescherte Dax-Aktionären die rekordhohe Ausschüttungen. 2016 könnte noch eine Schippe draufgelegt werden. Welche Dividenden die Analysten der Commerzbank für 2016 erwarten.

Doch Quantität ist nicht alles: Der Medizinkonzern Fresenius bietet eine vergleichsweise geringe Dividendenrendite auf das eingesetzte Kapital, die Ausschüttungskultur ist aber nachhaltig. Die Bad Homburger heben ihre Dividende in diesem Jahr zum 23. Mal in Folge an. In den USA werden Unternehmen mit 25 Anhebungen in Folge „Dividendenaristokraten“ genannt. „Nach dieser Definition wird Fresenius wohl in Kürze in den „Adelsstand“ erhoben“, sagt Experte Röhl. Zuverlässige Dividendenlieferanten sind laut DZ Bank auch Munich Re sowie der MDax-Konzern Hugo Boss.

Zu den größten Flops in Sachen Dividende: Die Deutsche Bank schockierte ihre Anleger bereits im Herbst. Der neue Vorstandschef John Cryan strich wegen des schmerzhaften Konzernumbaus und zahlreicher juristischer Altlasten die Ausschüttung gleich für zwei Jahre. Das ist ein Novum in der Nachkriegsgeschichte der Bank, die selbst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise weiter Dividende zahlte.

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