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30.12.2012

09:45 Uhr

Dax-Bilanz 2012

Welche Aktien begeistern – und welche nicht

Von wegen Krise! An der Börse war 2012 das beste Jahr seit langem. Der Dax hat fast 30 Prozent zugelegt. Allerdings kam es stark darauf an, welche Papiere man auswählte. Wir zeigen die Gewinner und Verlierer.

Gutes Börsenjahr: Der Dax verzeichnete das größte Plus seit 2003.

Gutes Börsenjahr: Der Dax verzeichnete das größte Plus seit 2003.

Die Aktie ist wieder da. Noch 2011 schockte die Schuldenkrise die Märkte. Ein Jahr später scheinen die Sorgen um Griechenland und Co. eingepreist. Investoren vertrauen auf die Zusage von Währungshütern und Politikern, den Euro um jeden Preis zu retten. Auch dunkle Wolken für Solarwerte und der Flop der umjubelten Facebook-Aktie taten der allgemeinen Euphorie keinen Abbruch.

Nach dem besten Jahresstart seit seiner Geburtsstunde 1988 legte der Deutsche Aktienindex (Dax) 2012 fast 30 Prozent zu. Das ist das größte Plus seit 2003. Schon seit Monaten hält sich der deutsche Leitindex in einem nach wie vor unsicheren Umfeld stabil über 7.000 Punkten. Den MDax katapultierte der Run auf Mittelstandswerte auf den höchsten Wert seit 2007. Zum Jahresschluss waren es 11.914 Punkte.

Optimisten sehen noch Luft nach oben: Geld ist billig und Aktien sind gefragt in Zeiten historisch niedriger Sparzinsen. „Ohne EZB wäre das systemische Risiko in den Märkten viel höher“, meint der Chefanlagestratege der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS, Asoka Wöhrmann.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Die Rettungsmilliarden der Europäischen Zentralbank (EZB) verdarben Sparern zwar beliebte Geldanlagen wie Tages- und Festgeld. Zugleich jedoch verhalfen sie Aktien zu einer Renaissance - auch bei eher börsenscheuen Deutschen. „Die Aktie ist in einer Niedrigzinsphase, wie wir sie aktuell erleben, das einzige Papier, das mindestens Vermögenserhalt und zusätzlich Rendite verspricht“, wirbt Aktieninstituts-Chefin Christine Bortenlänger.

Allerdings kam es auch in diesem Jahr - wie immer - stark darauf an, welche Papiere man auswählte. Während der Spitzenreiter im Dax mehr als 80 Prozent gewonnen hat, büßte das Schlusslicht rund 15 Prozent ein. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen vor, was die Dax-Aktien bewegte - und wer am meisten gewonnen hat.

Kommentare (5)

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Schaarschmidt

30.12.2012, 11:22 Uhr

Es kommt immer darauf wann und wie man sein Geld festverzinslich anlegt.
Es gibt nicht nur Staatsanleihen und es gibt weltweit nicht nur Niedrigzinsphasen.

Pete

30.12.2012, 14:20 Uhr

Ich verstehe das Prinzip Aktien und Wertsteigerung von Aktien nicht. Kann mir das jemand erklären. Wie kann eine Aktie in einem Jahr um 40 Prozent zugelegt. Haben die Mitarbeiter 40 Prozent schneller und besser gearbeitet. Gibt es dann auch nicht genauso viele Verlierer, weil der Kunde den Euro eben nur einmal ausgeben kann? Habe das Gefühl alle sind schlauer als ich und hochstudiert. Ich blicke immer weniger durch in diesen Finanzsachen.

Account gelöscht!

30.12.2012, 18:42 Uhr

Da stehen Sie nicht alleine; und garantiert auch genau in der Mitte vieler soganannter Analysten und Spezialisten (wenn die mal klardeutsche sprechen würden).
Die aktuellen Steigerungen und Kurse betrachte ich eher als Phantasiewünsche und funktionieren momentan nur deshalb, weil einfach zuviel "Computergeld" von einem auf das nächste Konto geschoben werden muss, also irgendwo " angelegt" sein will. Dazu noch eine Priese Angebot/Nachfrage und schon schiest der "festgestellte" Wertpapierpreis in die Höhe.

Wenn ich mir nur einmal die aktuellen Wirtschaftsthemen ansehe und diese negative Nachrichtenflut auf zurückliegende Jahre lege: wo würden da bitte die Indizies stehen...?

Letztendlich ist der Wertpapierhandel ein rein virtuelles Casinospiel; nur das es nach außen hin möglichst seriöser wirken soll.

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