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31.08.2015

06:14 Uhr

Dax und MDax

Der Aufstieg steht so gut wie fest

Die Deutsche Annington hat große Chancen auf den Dax-Einzug, ein anderes Unternehmen müsste sich aus der ersten Börsenliga verabschieden. Auch in der zweiten Reihe stehen Veränderungen an. Welche, entscheidet sich heute.

Mit der Deutschen Annington dürfte der erste Immobilienkonzern überhaupt in den Dax aufrücken. IMAGO

Auf dem Weg nach oben

Mit der Deutschen Annington dürfte der erste Immobilienkonzern überhaupt in den Dax aufrücken.

Frankfurt/DüsseldorfWer steigt auf, wer muss absteigen? Diese Frage stellen sich nicht nur Fußball- oder Handelballfans in regelmäßigen Abständen. Auch Anleger beschäftigt diese Frage. Denn die Zusammensetzung der deutschen Aktienbarometer ist keinesfalls in Stein gemeißelt, auch wenn manchem Investor das zuletzt so vorgekommen sein mag. Seit drei Jahren gab es keine Auf- oder Absteiger mehr im Dax. Mit dem wahrscheinlichen Aufrücken der Deutschen Annington in die erste Börsenliga dürfte im September der erste Dax-Wechsel anstehen.

Experten gehen nämlich fest davon aus, dass Deutschlands größter Wohnungskonzern das Chemieunternehmen Lanxess im deutschen Standardwerteindex ersetzen wird. „Dieser Wechsel ist so gut wie gesetzt“, sagt ein Börsianer. Der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse entscheidet am nächsten Donnerstag über die Zusammensetzung der Börsenindizes. Wirksam werden die Änderungen am 21. September.

Dax-Anwärter Deutsche Annington: Der Wohnungskonzern mit den zugigen Fenstern

Dax-Anwärter Deutsche Annington

Premium Der Wohnungskonzern mit den zugigen Fenstern

Die Deutsche Annington ist zum größten Vermieter in der Republik aufgestiegen – und gilt als Kandidat für den Dax. Ihr Schmuddel-Image will sie ablegen, vom Saulus zum Paulus werden. Aber ist das mehr als Fassade?

Doch schon am Montagabend steht im Grunde fest, wer auf- und wer absteigt. Die Mitgliedschaft im Dax, in dem die 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland gelistet sind, hängt von der Marktkapitalisierung des Streubesitzes und dem Aktienumsatz ab.

Nur diejenigen Firmen, die in beiden Kategorien die Spitzenplätze erreichen, können auf den Einzug in den Hauptindex oder eines seiner Unterindizes, also den MDax für mittelgroße Unternehmen, den SDax für kleine Unternehmen und den TecDax für Technologiefirmen, hoffen. Stichtag ist der 31. August.

Dividenden - Fragen und Antworten

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat – egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert „eingepreist“. Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen – und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Schafft die Deutsche Annington – oder Vonovia, wie das Immobilienunternehmen bald heißen wird – den Sprung, wäre es die erste Immobiliengesellschaft überhaupt, die in den Dax aufsteigt. Für Lanxess wäre ein Ausscheiden bitter, schließlich gehört der Chemiekonzern erst seit Ende 2012 zum Spitzensegment der Deutschen Börse.

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