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29.03.2011

14:36 Uhr

Dax

Welche Aktien sich noch lohnen

VonJörg Hackhausen

Seit Jahresbeginn bewegt sich der Dax kaum noch. Schnelle Gewinne sind an der Börse nicht mehr zu erwaten. Es gibt aber noch ein paar Titel, die für Anleger günstig sind.

Das VW-Werk in Wolfsburg: Das Unternehmen überzeugt mit starken Kennzahlen. Quelle: dapd

Das VW-Werk in Wolfsburg: Das Unternehmen überzeugt mit starken Kennzahlen.

Frankfurt Die deutschen Unternehmen könnten kaum stärker dastehen. Die meisten haben die Krise hinter sich gelassen und verdienen wieder prächtig. Die Gewinne der Dax-Konzerne sind im Vergleich zum Vorjahr um zwei Drittel gestiegen. Nur an der Börse ist davon im Moment wenig zu spüren. Statt Begeisterung herrscht Tristesse. Dem Dax ist nach seiner Rally die Puste ausgegangen. Seit Beginn dieses Jahres kommt der Index nicht vom Fleck.

"Der Aktienmarkt hat den Aufschwung der Unternehmen bereits vorweggenommen. Viel mehr ist jetzt nicht mehr zu erwarten", sagt Markus Reinwand, Anlagestratege der Helaba. Er rechnet damit, dass der Dax in den kommenden Monaten stagnieren oder sogar fallen wird. Die Risiken sind unübersehbar, nicht erst seit dem Japan-Schock. Der hohe Ölpreis könnte das weltweite Wachstum abwürgen und die Inflation befeuern. Hinzu kommt die Schuldenkrise, nicht nur in Europa.

Sollte man dann lieber gleich die Finger von Aktien lassen? Nicht unbedingt, es gibt immer noch gute Argumente für Aktien. Allerdings müssen Anleger jetzt noch genauer hinschauen, welche Papiere sie sich ins Depot legen. Im Handelsblatt-Indexcheck haben wir alle 30 Aktien im Dax unter die Lupe genommen. Ein Vergleich der wichtigsten Kennzahlen zeigt: Es gibt zwar keine Schnäppchen mehr, aber immer noch eine Reihe attraktiver Titel. "Anlagen sollten auf konservative, Cash-Flow-starke Sektoren mit hoher Dividendenrendite konzentriert werden", sagt Dirk Gojny, Chefstratege der HSH Nordbank.

Schaut man vor allem auf die Unternehmensgewinne, dann sind die Aktien von Deutscher Bank, Volkswagen und Allianz besonders interessant. Alle drei Werte weisen ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf. Das KGV ist die wohl bekannteste Bewertungskennziffer, sie gibt das Verhältnis von Aktienkurs zu Unternehmensgewinnen wieder. Als Faustregel gilt: Je niedriger das KGV, umso besser. Denn das bedeutet nichts anderes, als dass die Aktie im Verhältnis zum erwarteten Gewinn niedrig bewertet ist. Die drei genannten Unternehmen - Deutsche Bank, Allianz und Volkswagen - kommen auf ein KGV zwischen 7,3 und 8,3. Zum Vergleich: Im Durchschnitt liegt das KGV im Dax bei 12,6.

Eine weitere Größe, um zu erkennen, ob ein Unternehmen an der Börse günstig bewertet ist oder nicht, ist auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). Dabei werden die Vermögenswerte eines Unternehmens in Relation zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Auch hier gilt: Je niedriger, desto besser. Value-Investoren wie Warren Buffett glauben, dass der Buchwert den "wahren" Wert eines Unternehmens widerspiegelt. In dieser Kategorie schlagen sich Commerzbank (0,7), Deutsche Bank (0,8) und Heidelberg-Cement (0,8) sehr gut; aber auch Münchener Rück (0,9) und Allianz (1,0) liegen gut im Rennen.

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