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14.02.2014

11:49 Uhr

Depot-Contest

Sicherheit heißt, flexibel sein

VonSara Zinnecker

Aktienkurse, die in die Höhe schießen, Anleihezinsen, die gegen Null gehen: 2014 könnte damit endlich Schluss sein. Vermögensverwalter wissen: Im sicheren Depot wird vorne liegen, wer zum richtigen Zeitpunkt einsteigt.

Die Korrektur an den Börsen könnte bald kommen, Anleiherenditen wieder steigen: Wer die Gelegenheit nutzt und günstig einsteigt, kann auch im sicheren Depot Boden gutmachen. ap

Die Korrektur an den Börsen könnte bald kommen, Anleiherenditen wieder steigen: Wer die Gelegenheit nutzt und günstig einsteigt, kann auch im sicheren Depot Boden gutmachen.

DüsseldorfUnter defensiven Anlegern ist die Frage ein Dauerbrenner. In Zeiten, in denen Anlagezinsen auf ein Allzeittief gesunken sind, Staatsanleihen mit der Top-Bonitätsnote AAA nur noch spärlich rentieren und Qualitätsaktien zu Höchstständen notierten, wo bitte soll da noch die „sichere“ Rendite herkommen?

Müssten sich die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank in der Kategorie „Sicherheit“ den strengen Vorgaben des „mündelsicheren Depots“ folgen, auch sie hätten es schwer. Dann nämlich dürften sie einem Portfolio aus hochwertige Staats- und Unternehmensanleihen vielleicht noch eine Beteiligung an einem offenen Immobilienfonds beimischen.

Stattdessen lassen die Regeln des Wettbewerbs ein wenig kulantere Handhabe zu. Wichtigste Auflage, an die sich insgesamt neun Vermögensverwalter im Wettkampf um das beste defensive Portfolio halten müssen: die Aktienquote im Depot darf 20 Prozent nicht überschreiten, das Depot nicht mehr als 20 Positionen umfassen.

Den gesetzten Rahmen wusste Burkhard Wagner von Partners Vermögensmanagement im vergangenen Jahr am besten für sich zu nutzen. Mit 10,14 Prozent rentierte sein sicheres Depot mit Abstand am besten. Woher der Erfolg kam? Wagner behielt sich eine höhere Cash-Position vor, investierte in günstige Einzelaktien, stieß Schlechtperformer rechtzeitig ab – und gewichtete insbesondere Anleihen im Vergleich zu seinen Mitstreitern geringer.

Im aktuellen Jahr fallen in Wagners Depot die Cash-Positionen auf, die er in Dollar und chinesischen Renminbi als Absicherung gegen einen potenziell schwächeren Euro hält. „Die Gemeinschaftswährung dürfte in diesem Jahr nicht mehr so fest notieren wie 2013“, so die Einschätzung. Der Vermögensverwalter kann sich vorstellen, sein Depot im Jahresverlauf durch einen Hartwährungsfonds zu ergänzen.

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