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29.10.2012

10:27 Uhr

Deutliches Minus

Aktien von Thyssen-Krupp rutschen ab

Die umstrittenen Preisvorstellungen von Thyssen-Krupp bei dem geplanten Verkauf seiner Stahlwerke schlägt sich auch bei den Unternehmensaktien nieder. Die Papiere fielen an der Börse um über vier Prozent.

Arbeiter am Hochofen im ThyssenKrupp-Stahlwerk. dpa

Arbeiter am Hochofen im ThyssenKrupp-Stahlwerk.

FrankfurtThyssen-Krupp haben sich am Montag mit deutlichen Abschlägen auf der Verliererseite wiedergefunden. Die Aktien fielen im Dax um 4,4 Prozent auf 17,07 Euro, den niedrigsten Wert seit zweieinhalb Wochen. Händler führten dies auf einen Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg" vom Freitagabend zurück. Demnach ist der Industriekonzern unzufrieden mit den bisherigen Geboten für seine defizitären Stahlwerke in den USA und Brasilien.

Das Unternehmen soll die Interessenten daher aufgefordert, ihre Offerten erneut einzureichen. "Die Preisvorstellungen von Thyssen-Krupp erscheinen unrealistisch", sagte ein Händler. "Wenn der Konzern aber daran festhält, wird es zu keinem Deal kommen, was die Aktie ordentlich in Mitleidenschaft ziehen dürfte."

Belastet wurden Thyssen-Aktien laut einem Börsianer auch von einem "Spiegel"-Bericht. Das Magazin hatte geschrieben, dass das Unternehmen künftig nur noch 30 Prozent seines Geschäfts mit Stahl erwirtschaften will. Dies ist allerdings nichts Neues - Vorstandschef Heinrich Hiesinger hat seit seinem Amtsantritt Anfang vergangenen Jahres bereits mehrfach deutlich gemacht, dass er das Technologiegeschäft stärken und weniger in das traditionelle Stahlgeschäft investieren will.

Klöckner&Co sowie Salzgitter gaben im MDax ebenfalls nach und verloren 2,3 und 1,7 Prozent.

Von

rtr

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