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05.06.2014

03:08 Uhr

Deutsche Bank

Details der Kapitalerhöhung erfordern mehr Zeit

Eigentlich sollten schon am Mittwoch Details der milliardenschweren Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank verkündet werden. Doch nun gibt es eine Verzögerung – aus einfachem Grund.

Details der milliardenschweren Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank werden am Donnerstag erwartet. dpa

Details der milliardenschweren Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank werden am Donnerstag erwartet.

FrankfurtDie Deutsche Bank muss ihre milliardenschwere Kapitalerhöhung Insidern zufolge aus technischen Gründen um mehrere Tage verschieben. Ein Gericht in Frankfurt habe länger als erwartet dafür benötigt, den Einstieg des neuen Großinvestors aus Katar im Aktienregister zu besiegeln, sagten drei Finanzmarkt-Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Die öffentliche Platzierung im Volumen von 6,3 Milliarden Euro könne erst erfolgen, wenn dieser Papierstau bewältigt sei. Die Verzögerung sei zwar ärgerlich, gefährde jedoch die Unternehmung in keiner Weise. Es handele sich um ein technisches Problem und habe nichts mit der Nachfrage zu tun. Die Deutsche Bank wollte sich zur Sache nicht äußern.

Mit der öffentlichen Platzierung will die Bank rund 6,3 Milliarden Euro einsammeln. Die Aktien sind de facto schon verkauft, weil die beteiligten Investmentbanken die Emission garantieren. Insgesamt hat die Kapitalmaßnahme ein Volumen von rund acht Milliarden Euro. Denn ein Scheich aus Katar war schon zuvor als neuer Großaktionär eingestiegen und hatte sich Aktien für 1,75 Milliarden Euro gesichert. Auch er will seine Bezugsrechte jetzt ausüben. Dies könne er jedoch erst tun, wenn sein Einstieg ordnungsgemäß im Aktienregister eingetragen sei, erklärte einer der Insider.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Mit dem Geld wollen die beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen die bislang vergleichsweise dünne Kapitaldecke aufpolstern und im Investmentbanking angreifen. Ein Teil der Einnahmen dürfte nach Einschätzung von Experten aber auch dafür benötigt werden, um bei den schwelenden Rechtsstreitigkeiten auf der sicheren Seite zu sein. Das war bei Anlegern zuletzt auf deutliche Kritik gestoßen.

Von

rtr

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