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07.01.2016

17:13 Uhr

Deutsche Bank überzeugt Analysten

Vertrauen in die Kapitalbasis kehrt zurück

Boni-Kürzungen, Verkauf von Unternehmensteilen, Aussetzung der Dividende: Co-Chef John Cryan baut die Deutsche Bank um. Analysten sind von der Strategie überzeugt – und bewerten die Aktie so gut wie lange nicht mehr.

Bei seinem Antritt als Co-Chef der Deutschen Bank hat John Cryan einen radikalen Umbau angekündigt. Analysten schätzen, dass er damit Erfolg haben wird. dpa

Strategie 2020

Bei seinem Antritt als Co-Chef der Deutschen Bank hat John Cryan einen radikalen Umbau angekündigt. Analysten schätzen, dass er damit Erfolg haben wird.

FrankfurtJohn Cryan, der Co-Vorstandschef der Deutsche Bank AG, hat einige Analysten davon überzeugt, dass er die Eigenkapitalquoten der Bank auch ohne eine neue Aktienemission stärken kann.

Von Bloomberg ausgewertete Analystenschätzungen bewerten die Aktie der Deutschen Bank so optimistisch wie seit März nicht mehr. Allein in diesem Monat hat es drei Anhebungen der Anlageempfehlungen gegeben. Die Aktie sei zu stark heruntergeprügelt worden und das Eigenkapital sei wahrscheinlich ausreichend, schrieb Jeremy Sigee, Analyst bei Barclays Plc in London, am Donnerstag in einer Einschätzung. Er hob seine Bewertung der Aktie von "Gleichgewichten" auf "Übergewichten" an.

Stellenabbau-Pläne europäischer Großbanken

Barclays

Derzeit: 132.300 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 19.000 Stellen bis 2016

Bei Barclays waren zunächst 30.000 Stellen im Gespräch, die wurden jedoch nicht bestätigt. Der Plan sieht vor 19.000 Stellen bis 2016 zu streichen.

Credit Suisse

Derzeit: 140.000 Stellen

Abgebaut werden: 19.000 Stellen

Deutsche Bank

Derzeit: 103.000 (nach geplanter Festeinstellung externer Kräften)

Abgebaut werden: 26.000 Stellen (ein Großteil durch Verkauf der Postbank)

HSBC

Derzeit: 259.834 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 50.000 Stellen bis 2017

Standard Chartered

Derzeit: 84.000 Mitarbeiter

abgebaut werden: 15.000 Stellen

Unicredit

Derzeit: 146.600 Mitarbeiter

Abgebaut werden: 18.200 Stellen, 6.000 davon durch die Abspaltung der Fondsgesellschaft Pioneer und den Verkauf der Ukraine-Tochter

Cryan, der im Juli auf Anshu Jain folgte, verkauft Aktiva, kürzt Bonuszahlungen und hat vor, die Dividendenausschüttung auszusetzten. Mit diesen Maßnahmen will er die Kapitalpuffer erhöhen, ohne die Aktionäre zur Kasse zu bitten. Sein Vorgänger hatte 2013 und 2014 über Aktienemissionen 11,5 Mrd. Euro erlöst, um die Kapitalquote zu stärken und Wachstum zu finanzieren. Die dadurch erfolgte Verwässerung ihrer Anteile hatte einige Investoren vergrätzt.

"Wir glauben, das Risiko einer Verwässerung durch mehr Aktien ist bei der Deutschen Bank vom Tisch", schrieben die Analysten Kian Abouhossein und Amit Ranjan von JPMorgan Chase & Co. in London am Mittwoch in einer Notiz. Ihre Anlageempfehlung für die Aktie lautet "Übergewichten."

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