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17.01.2005

13:25 Uhr

Aktien

Deutsche-Börse-Aktionäre gegen Übernahme - Euronext im Plus

Der Widerstand von Großaktionären der Deutsche Börse AG gegen die geplante Übernahme der London Stock Exchange hat am Montag die Aktien der Euronext NV beflügelt.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der Widerstand von Großaktionären der Deutsche Börse AG gegen die geplante Übernahme der London Stock Exchange hat am Montag die Aktien der Euronext NV beflügelt. Die Papiere des Gegners der Frankfurter in der möglichen Übernahmeschlacht um die LSE verteuerten sich in Paris um 2,60 Prozent auf 22,48 Euro. Der CAC-40-Index kletterte unterdessen um 0,63 Prozent auf 3 878,97 Punkte.

In London verloren die Aktien der LSE unterdessen vor dem Hintergrund sinkender Chancen auf ein höheres Angebot um 2,14 Prozent auf 572,50 Pence. Der Ftse-100-Index stieg um 0,32 Prozent auf 4 836,40 Punkte. Die Papiere der Deutsche Börse AG gewannen in Frankfurt 3,70 Prozent auf 45,38 Euro. Der Dax stieg um 0,47 Prozent auf 4 252,18 Punkte.

"Bei der Deutschen Börse scheint es Widerstand von Seiten der Aktionäre zu geben. Das stärkt die Position von Euronext in der Übernahmeschlacht um die LSE", sagte Frederic Boissel von Global Equities.

Die Fondsgesellschaft TCI Fund Management (UK) LLP beantragte wegen des ihrer Ansicht nach zu hohen Kaufpreises für die London Stock Exchange (LSE) eine außerordentliche Hauptversammlung der Deutsche Börse AG. TCI hält nach eigenen Angaben über zwei Fonds mehr als fünf Prozent an dem Börsenplatzbetreiber und würde ein Aktienrückkaufprogramm der geplanten LSE-Übernahme vorziehen.

Die Übernahme wirke wie der Wunsch nach dem Bau eines "Empire", sagte Fondsmanager David Slager vom US-Hedge-Fonds Atticus Capital der "Financial Times" (Montagausgabe). "Ginge es nur um die Interessen der Aktionäre, würden sie (die Deutsche Börse) die Übernahme zur Abstimmung stellen." Das Unternehmen wäre besser beraten, eigene Aktien zurückzukaufen. Atticus kontrolliert dem Bericht zufolge zwei Prozent der Deutschen Börse.

Die Analysten von Exane BNP Paribas stuften die LSE-Aktie unterdessen von "Neutral" auf "Underperform" herunter. Die Forderung nach einer außerordentlichen Hauptversammlung der Deutsche Börse AG senkten die Chancen für ein höheres Angebot, hieß es zur Begründung. "Wir gehen zwar davon aus, dass die LSE-Übernahme nach wie vor auf der Tagesordnung steht, die Chancen für ein Gebot über den derzeit 590 Pence pro Aktie haben sich aber verringert", schrieben sie in einer Analyse vom Montag.

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