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24.06.2011

16:07 Uhr

Deutsche Börse/NYSE

Sonderdividende sorgt für Vergleich

Der Streit um die geplante Fusion zwischen Deutscher Börse und der New York Stock Exchange ist beigelegt. Unzufriedene NYSE-Aktionäre hatten zuvor mit einer Klage gegen den Zusammenschluss gedroht.

Die beiden Börsenbetreiber konnten einen ganz dicken Brocken aus dem Weg zur geplanten Fusion räumen. Quelle: dapd

Die beiden Börsenbetreiber konnten einen ganz dicken Brocken aus dem Weg zur geplanten Fusion räumen.

Frankfurt/New YorkDie Deutsche Börse und die New York Stock Exchange (NYSE) haben mit ihrer angekündigten Sonderdividende widerspenstige Aktionäre milde gestimmt und damit den Weg für ihre Fusion geebnet. Die 620 Millionen Euro schwere Ausschüttung hat laut Gerichtsunterlagen geholfen, einen Streit vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware beizulegen. Dort hatten sich NYSE-Aktionäre darüber beklagt, dass der Zusammenschluss der beiden Börsenbetreiber sie benachteilige und eine Verbesserung des Angebots verlangt.

Angesichts der Mitte Juni von den Aufsichtsgremien von Deutscher Börse und NYSE abgenickten Sonderdividende ließen sich die Aktionäre aber zu einem Vergleich bewegen und geben nun ihre Abwehrhaltung auf. „Wir sind erfreut darüber, dass wir dieses Thema hinter uns haben“, sagte ein NYSE-Sprecher am Freitag auf Anfrage. Durch den Vergleich habe ein teures und zeitraubendes Gerichtsverfahren abgewendet werden können. Ein Sprecher der Deutschen Börse bestätigte die Einigung, die allerdings noch von einem Richter abgesegnet werden muss.

Der Zusammenschluss soll bis Ende des Jahres über die Bühne gehen. Nächster Schritt auf dem Weg zum größten Börsenbetreiber der Welt ist eine außerordentliche Hauptversammlung der NYSE Euronext am 7. Juli, auf der die Aktionäre ihr Ja zum Zusammenschluss geben sollen. Ihnen winkt beim Abschluss der Transaktion eine Dividende je Aktie von 1,37 Dollar (aktuell 0,96 Eurocent). Die Anteilseigner der größeren Deutschen Börse bekommen 2,00 Euro je Papier.

Die Aktionäre der Deutschen Börse werden nach der Fusion 60 Prozent am neuen, gemeinsamen Konzern halten. Um das Geschäft abzuschließen, fehlen allerdings noch Freigaben der Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden. In beiden Ländern ist der Zusammenschluss angesichts der Bedeutung der Börsenbetreiber für den Finanzmarkt ein Politikum.

Von

dpa

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