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14.05.2015

07:36 Uhr

Deutsche Telekom

Die wechselhafte Geschichte der T-Aktie

VonJulia Rotenberger

Die T-Aktie hat die Anleger nicht nur Nerven gekostet, sondern viel Geld. Die „Volksaktie“, einst beworben von Manfred Krug, erwies sich als ein Flop. Doch mittlerweile wandert das Telekom-Papier wieder in die Depots.

Auch der prominente Werber konnte nicht verhindern, dass die Aktie der Deutschen Telekom herbe eingebrochen ist.

Die T-Aktie und Manfred Krug

Auch der prominente Werber konnte nicht verhindern, dass die Aktie der Deutschen Telekom herbe eingebrochen ist.

„Erleben, was verbindet“ – der Firmenslogan der Deutschen Telekom ruft große Gefühle wach. Ein Versprechen soll er sein, das die Kunden an „persönliche Erlebnissen, die Menschen miteinander teilen möchten und die das Leben so spannend machen“ erinnert.

Auch die T-Aktionäre dürften den Spruch ganz passend für sich finden. Schließlich sind die Eigner der Telekom-Anteilsscheine seit nun beinahe zwei Jahrzehnten zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammengewachsen. Auch sie verbinden Gefühle: die Wut über die nicht eingelösten Versprechen der einstigen „Volksaktie“, der Ärger über das verlorene Geld, die Enttäuschung über den vergleichsweise schwachen Kurs.

Kleines Mobilfunk-Lexikon

GSM

GSM, kurz für „Global System for Mobile Communication“, war der erste digitale Mobilfunkstandard. In Deutschland wurde er in den 1990er Jahren eingeführt. Heute noch ist GSM in vielen Ländern in Betrieb, auch hierzulande. Dank der guten Versorgung scheint der Standard momentan unverzichtbar.

Edge

Edge, kurz für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, ist eine Erweiterung des GSM-Standards, die eine Datenübertragung mit bis zu 384 Kilobit/Sekunde erlaubt. Nach heutigen Maßstäben ist das langsam. Dafür steht der Satz „Ich habe nur Edge“, den man etwa auf Bahnreisen oft hört.

UMTS

„Universal Mobile Telecommunications System“ ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist in Deutschland und großen Teilen der Welt verbreitet und ermöglicht schnelle Datenübertragungen. Nutzer in einer Funkzelle müssen sich allerdings die Bandbreite teilen – trotz Erweiterungen beginnen die Netze, zu verstopfen.

HSPA

„High Speed Packet Access“ macht UMTS schneller: Statt Übertragungsraten von 384 Kilobit/Sekunde sind mit HSPA bis 14,4 Megabit/Sekunde möglich, der Upload wird auf bis zu 5,76 Mbit/s beschleunigt.

HSPA+

Und es geht noch schneller: HSPA+ ermöglicht Downloads mit bis zu 21 Megabit/Sekunde. Wenn Netzbetreiber und Endgerät zwei Verbindungen gleichzeitig aufbauen können, wird diese Rate noch einmal verdoppelt.

LTE oder 4G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation heißt LTE, kurz für „Long Term Evolution“. Er beschleunigt die Datenübertragung auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, die Weiterentwicklung Cat4 macht bis 150 Mbit/s möglich. 4G wird oft synonym für LTE benutzt.

Doch in letzter Zeit können sich die Telekom-Anleger auch immer häufiger gemeinsam freuen. Zuletzt über die Quartalszahlen, die der Bonner Konzern am Mittwoch dieser Woche veröffentlichte. Das Betriebsergebnis kletterte von Januar bis Ende März um elf Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Der Umsatz im gesamten Konzern zog um 13 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro an.

Dass es gut läuft, ist zum Teil auch dem schwachen Euro zu verdanken – seit Januar dieses Jahres hat die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar mehr als sieben Prozent verloren – aber nicht nur. Rechnet man die Währungseffekte heraus, steht beim größten deutschen Telekommunikationskonzern noch immer ein Gewinnplus von knapp sechs Prozent zu Buche.

„Das ist eine Botschaft, die jeder CEO gerne verkündet“, kommentierte Telekom-Chef Tim Höttges in seiner Rede bei der Bilanz-Telefonkonferenz am Mittwoch. „Positive Vorzeichen bei Umsatz und Ergebnis haben wir in unserer Branche lange nicht gesehen.“ Höttges spricht gerne von „organischem Wachstum“, von den massiven Investitionen in den Netzausbau, die sein Unternehmen im vergangenen Quartal gestemmt hat. LTE, Glasfaser und Vectoring lauten die Stichworte.

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