Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.11.2013

13:54 Uhr

Dividenden

Samsungs Pläne enttäuschen Anleger

Samsung hortet Bar-Reserven in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Aktionäre hatten auf eine Sonderdividende oder einen Aktienrückkauf gehofft. Doch der Elektronikkonzern hat andere Pläne - und verstimmt die Anleger.

2007 lag die Dividenden-Quote bei über 15 Prozent. dpa

2007 lag die Dividenden-Quote bei über 15 Prozent.

FrankfurtDie angekündigte Verdoppelung der Dividendenrendite hat Samsung-Anleger nicht überzeugt. Die Aktien des Elektronikherstellers fielen an der Börse in Seoul um 2,3 Prozent. „Anleger hatten eine Tüte voller Geschenke erwartet“, sagte Fondsmanager Kim Sung-soo von LS Asset Management. „Die Dividendenpläne sind enttäuschend.“

Angesichts von Bar-Reserven in Höhe von 50 Milliarden Dollar hatten Anleger auf eine Sonderdividende oder einen Aktienrückkauf gehofft. Für das Jahr 2012 wurden lediglich 5,1 Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet. 2007 lag diese Quote mehr als drei Mal so hoch.

Samsung-Konkurrent Apple hatte vor einigen Monaten auf Druck von Aktionären eingewilligt, bis 2015 100 Milliarden Dollar über Dividenden und einen Aktienrückkauf an seine Eigner auszuschütten.

Apple gegen Samsung – die Chronologie

Weltweite Auseinandersetzung

Der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte einen Patentkrieg mit Samsung losgetreten – er warf dem Konkurrenten vor, das iPhone zu kopieren. Gut zwei Jahre nach dem Start der Auseinandersetzung ist trotz Etappensiegen beider Seiten keine Ende der weltweiten Auseinandersetzung in Sicht. Eine Chronik der wichtigen Meilensteine.

Herbst 2010: Warnschuss von Apple

Apple warnt Samsung, dass es in Design und Bedienung neuer Smartphone-Modelle der Südkoreaner eine zu große Ähnlichkeit zu seinem iPhone sieht. Gespräche über Patentlizenzen bleiben erfolglos.

April 2011: Klage in Kalifornien

Apple reicht eine Patentklage gegen Samsung in Kalifornien ein. Samsung kontert mit eigenen Vorwürfen. Es ist der Anfang eines Patentkriegs, der sich schließlich auf rund 50 Verfahren in fast einem Dutzend Länder auswächst.

August 2011: Deutschland im Mittelpunkt

Deutschland wird zu einem wichtigen Schauplatz des Konfliktes. Apple gelingt es über Monate, ein Samsung-Tablet unter Hinweis auf ein Design-Muster aus der Zeit der iPad-Entwicklung vom Markt fernzuhalten. Im Berufungsverfahren gewinn Samsung die Oberhand.

Oktober 2011: Tim Cook übernimmt

Jobs stirbt an den Folgen einer langwierigen Krebserkrankung. Der neue Apple-Chef Tim Cook führt den Patentkrieg fort, auch wenn er sich mehrfach von Jobs' harter Linie distanziert.

Mai 2012: Einigung scheitert

Apple und Samsung versuchen auf Anordnung des Gerichts, den Streit in Gesprächen auf höchster Ebene beizulegen – ohne Erfolg.

August 2012: Großer Sieg für Apple

Apple erzielt den bisher größten Sieg. Kalifornische Geschworene sprechen dem US-Konzern gut eine Milliarde Dollar Schadenersatz zu und schmettern alle Vorwürfe von Samsung ab. Apple konnte bisher aber kaum von dem Urteil profitieren: Verkaufsverbote lehnte das Gericht ab, zudem soll über 450 Millionen Dollar neu verhandelt werden, weil die Geschworenen Fehler gemacht hätten.

Juni 2013: Samsung schlägt zurück

Samsung gelingt ein Konter bei der Handelskommission ITC. Sie verfügt ein US-Importverbot für fünf ältere Modelle von iPhone und iPad. Davon ist zumindest das iPhone 4 noch wichtig. Präsident Barack Obama hat 60 Tage Zeit den Einfuhrstopp in Kraft zu setzen oder mit einem Veto zu kippen.

Mit dem 50-Milliarden-Geldpolster will sich der südkoreanische Technologie-Riese Samsung künftig durch mehr Zukäufe verstärken. Topmanager von Samsung erläuterten die Strategie des Smartphone-Marktführers und weltgrößten Herstellers von Speicherchips und Fernsehern. Das Unternehmen sei bisher einigermaßen konservativ vorgegangen, was Fusionen und Übernahmen betreffe, sagte dabei Finanzchef Lee Sang Hoon. „Das könnte sich in Zukunft ändern.“

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×