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11.04.2014

10:49 Uhr

Dotcom-Aktien

Twitter & Co. werden noch für Tränen sorgen

Die Internet-Branche feiert sie wie Stars, an den Finanzmärkten begegnet man ihnen mit einer gehörigen Portion Skepsis. Analysten warnen vor Dotcom-Aktien. Sie sehen Parallelen zur Internetblase aus dem Jahre 2000.

Der zwitschernde Vogel könnte bald aufhören zu singen. Analysten in den USA halten Twitter, Facebook und Co. für Spekulationsobjekte. Reuters

Der zwitschernde Vogel könnte bald aufhören zu singen. Analysten in den USA halten Twitter, Facebook und Co. für Spekulationsobjekte.

TorontoInvestoren von Technologieaktien wie zum Beispiel Twitter oder Facebook werden wohl schon bald in Tränen ausbrechen, weil die Kurse nicht aufrecht zu erhalten sind. Das hat Prem Watsa, Chef des kanadischen Versicherers Fairfax Financial Holdings, am späten Mittwoch erklärt.

„Es gibt nichts, was dem Wert dieser Unternehmen zugrunde liegt“, sagte er auf der Jahreshauptversammlung seines Konzerns in Toronto. Er bezog sich dabei auf eine Grafik zum Kurs-Gewinn-Verhältnis des Kurznachrichtendienstes Twitter, des Online-Videodienstes Netflix sowie des sozialen Netzwerkbetreibers Facebook. „Das letzte Mal, dass dies passiert ist, war in der Dotcom-Zeit. Das wird in Tränen enden.“

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Eine Reihe von Internetfirmen ist in den vergangenen zwei Jahren an die Börse gegangen. Die Erwartungen waren hoch, die Abstürze bitter. Was aus großen Versprechen wurde.

Investoren sind im bisherigen Jahresverlauf zu Scharen aus den Aktien von US-Technologieaktien geflüchtet – auch wenn der Abwärtstrend am Dienstag und am Mittwoch dieser Woche unterbrochen worden ist.

Das Nasdaq-100-Barometer für die größten Technologiewerte war zuvor am Montag bis zum Börsenschluss um weitere 0,9 Prozent gefallen, womit das Minus über nur drei Handelstage auf rund 4,3 Prozent angeschwollen war.

Bereits vergangenen Monat hatte Watsa in seinem jährlichen Brief an Investoren vor einer Technologie-Blase gewarnt, welche der von 1999 ähnlich sei. Er hob Twitter als eine jener Firmen hervor, deren Marktwert auf „außergewöhnlicher Spekulation“ basiere – angesichts des Umsatzes.

„Diese Art von Spekulation wird genauso enden wie der vorangegangene Technologie-Boom zwischen 1999 und 2000 – sehr schlimm“, schrieb er in dem Brief.

Jim Prosser, ein Sprecher von Twitter, wollte am Mittwoch auf Nachfrage von Bloomberg News keinen Kommentar zu den Äußerungen abgeben. Die Aktien von Twitter haben im bisherigen Jahresverlauf rund 33 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

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Kommentare (1)

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11.04.2014, 14:04 Uhr

„Diese Art von Spekulation wird genauso enden wie der vorangegangene Technologie-Boom zwischen 1999 und 2000 – sehr schlimm“, schrieb er in dem Brief."
Das passiert, wenn man aus einen Pf...z einen Elefanten machen will...wie damals auch EM Entertainment und viele andere. mit Werten jongliert, die nichts wert waren außer, dass man sie hätte im Keller verstauben lassen sollen. Das hat nun eine andere Qualität. Alles schreit nach Social Media und den vielen Möglichkeiten für Markenbildung, Kundenbindung usw. Jep, natürlich bietet das eine riesige Plattform. aber Twitter hat z.B. in Deutschland kaum nennenswerte Reichweite. Und die Deutschen mögen nun halt mal ihre deutsche Werbung. Aber ganz ehrlich *g* wie will man mit Waschpulver und Tante x auf Twitter werben? Die möglichen Werbeeinnahmen werden m. E. überschätzt, die User springen heute schneller von einer Plattform zur nächsten. Die Jungen meiden mittlerweile facebook und suchen sich neue Reviere. Facebook versucht derzeit, durch ständig neue Formate die Möglichkeiten "wertvoller" zu gestalten....Aber obs am Ende reicht? Ich denke, die Aktie ist immer noch zu teuer

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