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02.02.2005

07:03 Uhr

Dubai ist nun drittgrößter Aktionär – Bessere Perspektiven für den Autokonzern

Neuer Investor bringt Leben in den Kurs der Daimler-Aktie

VonMarkus Fasse

Eine Nachricht aus dem Nahen Osten bringt frischen Wind an die Börse: Mit rund 1 Milliarde Dollar steigt der Wüstenstaat Dubai beim Stuttgarter Automobilkonzern Daimler-Chrysler ein. Experten begrüßten den Einstieg.

DÜSSELDORF. Die Scheichs, die ein Zwei-Prozent-Paket halten, sind nun die Nummer drei unter den Daimler-Aktionären: Größere Anteile halten nur noch die Deutsche Bank (10,4 Prozent) und das Emirat Kuwait (7,3 Prozent).

Experten begrüßten den Einstieg. „Investoren aus dem Nahen Osten verfolgen langfristige Anlagestrategien. Zudem nehmen sie wenig Einfluss auf die Unternehmenspolitik, dass ist auf jeden Fall positiv für Daimler“, sagt Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Auch das Investmenthaus JP Morgan ist von der neuen Entwicklung angetan: Gestern erhöhten die Analysten ihre Empfehlung für die Aktie von „neutral“ auf „overweight“.

Daimler-Aktionäre haben gute Nachrichten bitter nötig, denn die vergangenen Jahre haben ihre Nerven stark beansprucht. Der Aktienkurs kannte im Wesentlichen nur eine Richtung: bergab. Die Liste der Sünden ist lang. Ein ums andere Mal hat sich das Management um Konzernchef Jürgen Schrempp, verkalkuliert. Waren es zunächst die Milliardenverluste bei der US-Sparte Chrysler, die den Aktienkurs drückten, stellte sich danach der Asienpartner Mitsubishi als Sanierungsfall heraus. Das Desaster um den Mautbetreiber Toll Collect kostete Geld und Reputation, das Kleinwagenprojekt Smart fährt immer tiefer in die Verluste und zu allem Überfluss schwinden die Gewinne bei der Kernmarke Mercedes. Mit mehreren hundert Millionen Euro muss jetzt die Qualität der Edelkarossen nachgebessert werden. Das reichte der Börse: Im November sackte das Papier auf ihr Jahrestief von 31,63 Euro, mittlerweile steht der Kurs wieder bei 35 Euro. Das Gröbste, so scheint es, haben die Aktionäre überstanden.

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