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29.01.2004

15:37 Uhr

Eine Fülle schlechter Nachrichten hat Investoren enttäuscht – Analysten sehen erste Entspannungssignale

Anlegern fehlt Vertrauen in Unilever-Aktie

Suppen von Knorr, Eis am Stiel von Langnese, Tiefkühlspinat von Iglo, aber auch der Haushaltsreiniger Domestos, das Shampoo Timotei oder Parfüms von Calvin Klein – die Markenvielfalt des Konsumgütergiganten Unilever wirkt allein in Deutschland erschlagend. Das niederländisch-britische Unternehmen mit den zwei Mutterkonzernen vertreibt seine bekannten Produkte weltweit. Im vergangenen Jahr blieb der Erfolg allerdings bescheiden.

juh LONDON. Das Vertrauen der Anleger in den Mischkonzern ist im Laufe des Jahres 2003 stark gesunken. Im Juli brach der Aktienkurs der Unilever plc/NV nach schlechten Quartalszahlen ein und hat sich seitdem nur zögerlich erholt. Der Konzern hat seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr zweimal nach unten korrigieren müssen und auf einen Ausblick für dieses Jahr ganz verzichtet. Die Zahlen für das vierte Quartal 2003 wird das Unternehmen am 12. Februar bekanntgeben.

Im Dezember hat Michael Otto, Analyst bei der Helaba Trust, die Titel trotz der schlechten Nachrichten von „untergewichten“ auf „neutral“ hochgestuft. „Das Enttäuschungspotenzial der Aktie ist ausgeschöpft“, hofft er. Richard Workman, Analyst von Oriel Securities, zeigt sich noch optimistischer und empfiehlt die Titel zum Kauf.

Unilever sei im Markt gut positioniert, nennt er als Begründung. Auch europäische Rivalen wie Cadbury Schweppes, Danone oder Nestlé hätten ein schwieriges Jahr 2003 hinter sich. Der schwache Kurs des amerikanischen Dollars habe dagegen den US-Konkurrenten Procter & Gamble begünstigt.

Nicht nur das schwierige Marktumfeld, sondern auch der Umsatzeinbruch beim Diätlebensmittel Slimfast war nach Ansicht von Workman für die Probleme von Unilever verantwortlich. Die besonders in den USA beliebte Atkins-Diät habe Slimfast zugesetzt. „Für Unilever war Slimfast bisher eine Enttäuschung“, meint Analyst Otto. Der Konzern hat im Jahr 2000 2,3 Mrd. $ (rund 1,8 Mrd. Euro) für Slimfast gezahlt. Diese Investition habe sich bisher nicht ausgezahlt.

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