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18.01.2005

07:47 Uhr

Ende August vergangenen Jahres sämtliche Börsengänge gestoppt

IPO belastet Stimmung an Chinas Börsen

An der Börse Schanghai markierten die Kurse zu Wochenanfang den tiefsten Stand seit knapp sechs Jahren. Der Schanghai-Composite-Index, der sowohl die Yuan-denominierte A-Aktien als auch die in Fremdwährung notierten B-Aktien abbildet, büßte 2,3 Prozent auf 1 216,65 Punkte ein.

Bloomberg SCHANGHAI. Für Druck auf die Kurse sorgte dabei die Genehmigung der chinesischen Wertpapieraufsicht für die erste Aktienplatzierung seit sechs Monaten. Die Behörde hatte am Freitag grünes Licht für die Börsenpläne des Stromversorgers Huadian Power Int. gegeben, deren Anteile bereits in Hongkong notieren.

Die chinesische Finanzaufsicht hatte Ende August vergangenen Jahres sämtliche IPOs gestoppt, um institutionellen Investoren mehr Einfluss auf den Börseneinführungspreis zu geben. Analysten gehen davon aus, dass die Anleger nun ihre Depots räumen, um an dem Börsengang von Huadian Power teilzunehmen. Vor allem andere Stromversorger verzeichneten Kursverluste.

Huadian kündigte in den Unterlagen zum Börsengang an, bis zu 765 Mill. Aktien zu platzieren, davon sollen 196 Mill. an die Muttergesellschaft gehen. Mit dem Erlös will der Versorger Akquisitionen und weiteres Wachstum finanzieren. Bevor der Einführungspreis für die Aktien festgelegt wird, sollen institutionelle Investoren ihre Meinung äußern, teilte der Konsortialführer China International Capital Corp. am Montag mit.

Am 20. Januar wird der vorläufige Ausgabepreis für die Aktien bekannt gegeben, am 26. das Ergebnis des Bieterverfahren. Der Zeitpunkt für die Einführung in den Handel ist noch nicht bekannt. Die Aktien dürften in einer Spanne zwischen 2,4 und 2,6 Yuan auf den Markt kommen, das entspricht Analysten zufolge einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 bis 12.

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