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02.07.2015

10:24 Uhr

Energieversorger

Aus für Klimaabgabe treibt RWE-Aktie

Die umstrittene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke wird es nicht geben - eine Riesenentlastung für die Energieversorger. Umweltaktivisten sind empört. Die Aktionäre freut es. Die RWE-Aktie ist Spitzenreiter im Dax.

Für RWE und Eon bedeutet das Aus der Strafabgabe zwar eine finanzielle Erleichterung. Jedoch sind die Konzerne auch bei der Erzeugung von Atomstrom und als Netzbetreiber aktiv. Und da kommen mehr Kosten auf sie zu. dpa

Braunkohletagebau

Für RWE und Eon bedeutet das Aus der Strafabgabe zwar eine finanzielle Erleichterung. Jedoch sind die Konzerne auch bei der Erzeugung von Atomstrom und als Netzbetreiber aktiv. Und da kommen mehr Kosten auf sie zu.

Frankfurt/BerlinDie Bundesregierung hat in der Nacht zum Donnerstag über zentrale Fragen der Energiepolitik verhandelt. Die Energieversorger RWE und Eon dürften die Ergebnisse der Verhandlungen besonders freuen. Denn die vom SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgeschlagene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke ist nun endgültig vom Tisch.

Zustimmung fand dagegen der Vorschlag von CSU-Chef Horst Seehofer: Zur Erreichung der Klimaziele sollen demnach die Kohlekraftwerke nach und nach vom Netz genommen werden. Die alten Meiler sollen dann nur noch als Kapazitätsreserven dienen, falls es im Zuge der Energiewende zu Versorgungsengpässen kommen sollte.

Das Aus für die Klimaabgabe hat Anleger am Donnerstag bei Versorger-Aktien zugreifen lassen. RWE standen zeitweise mit einem Plus von mehr als vier Prozent an der Dax-Spitze. Eon legten 1,7 Prozent zu. Der Dax selbst notierte kaum verändert bei 11.189 Zählern.

„Das ist sicherlich erst einmal eine gute Nachricht für RWE und Eon”, sagte ein Händler. Die gute Stimmung der Anleger könnte sich allerdings schnell wieder in Luft auflösen, da die Versorger auch weiterhin mit den Folgen der Energiewende zu kämpfen hätten. Seit Jahresbeginn haben RWE knapp 25 Prozent an Wert eingebüßt, Eon 15,5 Prozent. Der Dax kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von 14 Prozent.

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