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30.10.2013

08:00 Uhr

Erfolgreicher Börsengang

Anleger heiß auf Cembra Money Bank

Der Börsengang der Schweizer Cembra Money Bank ist ein Erfolg: Die Aktien der ehemaligen General-Electric-Tochter erzielten mit 51 Franken einen Preis am oberen Ende der angepeilten Spanne.

Kurse in der Züricher Börse: Der Börsengang der Cembra Money Bank ist für dieses Jahr der erste in der Schweiz. ap

Kurse in der Züricher Börse: Der Börsengang der Cembra Money Bank ist für dieses Jahr der erste in der Schweiz.

ZürichIn der Schweiz ist der erste Börsengang in diesem Jahr in trockenen Tüchern: Beim IPO der Cembra Money Bank, dem größten an der Schweizer Börse SIX seit sieben Jahren, griffen die Anleger kräftig zu. Die Aktien der ehemaligen General-Electric-Tochter wurden zu 51 Franken und damit am oberen Ende der angepeilten Preisspanne platziert, wie die Konsumkreditbank am Mittwoch mitteilte. Der US-Mischkonzern erlöst damit 918 Millionen Franken (743 Millionen Euro). Die Emission war mehrfach überzeichnet.

Platziert wurden 18 Millionen Aktien oder 60 Prozent der ehemaligen GE Money Bank. Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption kann GE bis 29. November weitere bis zu 2,5 Millionen Aktien abgeben. Der Streubesitz würde damit auf 68,3 Prozent und der Emissionserlös auf 1,05 Milliarden Franken steigen.

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Der Erfolg hatte sich abgezeichnet. GE hatte die Titel der Konsumkreditbank Mitte Oktober zu 43 bis 51 Franken angeboten. In der Vorwoche hatte Reuters von zwei Personen erfahren, dass die Emission mehrfach überzeichnet sei und die Banken Investoren mitgeteilt hätten, dass der Platzierungspreis wohl zwischen 48 und 51 Franken je Aktie liegen werde. Zudem sei die Zeichnungsfrist für institutionelle Anleger früher als geplant bereits am Montag beendet worden.

Cembra hebt sich damit deutlich von Ledermann Immobilien ab, deren IPO an der Schweizer Börse kürzlich geplatzt war. Größere internationale Börsengänge liefen dagegen gut.

GE hatte das Schweizer Finanzgeschäft, das Kleinkredite, Fahrzeug-Finanzierungen, Leasing und Kreditkarten umfasst, bereits im Vorjahr zum Verkauf gestellt. Eine Gruppe von Banken, die lange Interesse gezeigt hatte, konnte sich nicht zu einem Kauf durchringen, GE schwenkte auf einen Börsengang um. Der Konzern hat zugesagt, ein Jahr lang keine weiteren Aktien zu verkaufen. Insidern zufolge will sich das Unternehmen danach auch vom Rest trennen.

Cembra hat Kredite über netto vier Milliarden Franken ausstehen und kam im vergangenen Jahr auf einen Gewinn von 133 Millionen Franken. Das Geschäft gilt als vergleichsweise resistent gegenüber Finanzkrisen, da die Kreditausfallraten niedrig und die Ergebnisse stabil sind, es hängt aber stark an der Entwicklung der Schweizer Wirtschaft. Anleger halten vor allem die Dividendenausschüttung für attraktiv, die fünf bis sieben Prozent des Aktienkurses betragen dürfte und damit über anderen Branchenvertretern liegt.

Von

rtr

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