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06.02.2005

17:13 Uhr

Erstnotiz am 10. Februar

Paion macht Anlegern Mut

Kurz vor ihrem Börsengang hat die Aachener Biotechnologie-Firma Paion eine weitere Studie für ihr am weitesten entwickeltes Schlaganfall-Medikament nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen.

HB FRANKFURT. Das Unternehmen bezeichnete die Ergebnisse der zweiten so genannten Phase-II-Studie mit akuten Schlaganfall-Patienten am Freitag als „ermutigend“. Der von Paion entwickelte Wirkstoff Desmoteplase, der aus dem Speichel der Vampirfledermaus stammt, soll Blutgerinnsel im Hirn auflösen und somit die Ursache des Schlaganfalls bekämpfen. Die Studie war durch die US-Partnerfirma Forest Laboratories finanziert worden.

Bei 60 Prozent der mit einer höheren Dosis des Medikaments behandelten Patienten habe sich der Zustand verbessert, bei den Empfängern eines wirkungslosen Placebos nur bei 25 Prozent. Bei einer niedrigeren Dosis sprachen nur 28,6 Prozent der Teilnehmer der Studie auf Desmoteplase an. Paion führte dies auf Fehler bei der Durchführung des Experiments zurück. Hirnblutungen, die bei anderen Schlaganfall-Arzneien als Nebenwirkung auftreten, seien in der Studie nicht beobachtet worden.

Paion will das Medikament 2007 auf den Markt bringen. Viele Medikamente scheitern noch in der dritten Phase ihrer Erprobung.

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