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18.10.2015

09:48 Uhr

Ferrari

Das Pferdchen geht an die Börse

Die rote F12 Berlinetta vor der New Yorker UBS-Zentrale ist ein Hingucker: Die Bank rührt die Werbetrommel für den Ferrari-Börsengang. Erste Aktien soll es am Dienstag an der Wall Street geben. Analysten sind skeptisch.

Der italienische Sportwagenhersteller drängt an die New Yorker Börse. Geht das gut? Reuters

Ferrari F12 Berlinetta

Der italienische Sportwagenhersteller drängt an die New Yorker Börse. Geht das gut?

New YorkNobelkarossen sind in Manhattan nicht selten. Doch gleich zwei Ferrari-Edelmodelle hintereinander sieht man auch auf der 6th Avenue nicht alle Tage. Anlass ist der bevorstehende Börsengang des legendären italienischen Sportwagenbauers Ferrari an der Wall Street.

Um die Werbetrommel für die neuen Aktien zu rühren, hat die Investmentbank UBS die Luxusschlitten – eine rote F12 Berlinetta und ein blaues California Cabrio – vor ihrem New Yorker Hauptquartier aufgefahren. Passend sozusagen zur „Road Show“, wie die Marketingkampagnen vor Börsengängen im Finanzjargon heißen.

Die Vorbereitungen für das Börsendebüt der exklusiven Automarke aus dem norditalienischen Maranello nehmen Fahrt auf. Schon am Dienstag könnten die Papiere unter dem passenden Kürzel RACE – zu Deutsch: Wettrennen – erstmals an der New York Stock Exchange gehandelt werden, heißt es in Finanzkreisen.

Die größten deutschen Börsengänge seit 2000

Platz 12

Schaeffler

Erstnotiz: 09.10.2015
Branche: Autozulieferer/Industrie
Erwarteter Bruttoerlös: 937,5 Millionen Euro (ursprünglich geplant: 2,5 bis 3 Milliarden Euro)

Platz 11

Scout24

Erstnotiz: 01.10.2015
Branche: Internetdienstleistungen
Erwarteter Bruttoerlös: etwa 1,2 Milliarden Euro (ursprünglich geplant 1,63 Milliarden Euro)

Platz 10

Rocket Internet

Erstnotiz: 01.10.2014
Branche: Firmenbeteiligungen/Start-up Inkubator
Bruttoerlös: 1,4 Milliarden Euro

Platz 9

Telefonica Deutschland

Erstnotiz: 29.10.2012
Branche: Mobilfunk
Bruttoerlös: 1,45 Milliarden Euro

Platz 8

Deutsche Postbank

Erstnotiz: 22.06.2004
Branche: Finanzdienstleistungen
Bruttoerlös: 1,5 Milliarden Euro

Platz 7

Covestro

Erstnotiz: 6. Oktober 2015 (ursprünglich geplant 2. Oktober)
Branche: Kunststoff/Chemie
Erwarteter Bruttoerlös: 1,5 Milliarden Euro (ursprünglich geplant 2,5 Milliarden Euro)

Platz 6

Tognum

Erstnotiz: 30.06.2007
Branche: Autozuliefer/Industrie
Bruttoerlös: 2,01 Milliarden Euro

Platz 5

T-Online

Erstnotiz: 17.04.2000
Branche: Internetdienstleister/Kommunikation
Bruttoerlös: 2,87 Milliarden Euro

Platz 4

Uniper

Erstnotiz: 12.09.2016
Branche: Energie
Bruttoerlös: 3,67 Milliarden Euro

Platz 3

Innogy

Erstnotiz: 7.10.2016
Branche: Energie
Bruttoerlös: 5 Milliarden Euro

Platz 2

Infineon

Erstnotiz: 13.3.2000
Branche: Halbleiter
Bruttoerlös: 6,07 Milliarden Euro

Platz 1

Deutsche Post

Erstnotiz: 19.11.2000
Branche: Logistik
Bruttoerlös: 6,25 Milliarden Euro

Quelle

Quelle: Unternehmen, Reuters

Offiziell bestätigt ist der Termin noch nicht, doch in jedem Fall steht er unmittelbar bevor. Sergio Marchionne, Vorstandschef der Muttergesellschaft Fiat Chrysler (FCA) und Ferrari-Präsident in Personalunion, verfolgt mit der Platzierung an dem renommierten Aktienmarkt große Ziele.

Bisher hält FCA 90 Prozent an Ferrari. Der Rest gehört Piero Ferrari, Sohn des legendären Firmengründers Enzo Ferrari (1898-1988), der einst mit dem „Cavallino rampante“, dem sich aufbäumenden Pferdchen, das vielleicht bekannteste Markenzeichen Italiens schuf und in seiner Heimat eine Kultfigur ist.

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Der dreimalige Formel-1-Weltmeister, frühere Airline-Betreiber und heutige Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams bricht ein Tabu: Der Österreicher spricht über Geld, Reichtum und den Dank an einen tyrannischen Großvater.

Nun sollen neun Prozent der FCA-Papiere den Anlegern angetragen werden, mit der Option, ein weiteres Prozent zu kaufen. Die Papiere werden in einer Preisspanne zwischen 48 und 52 US-Dollar angeboten, eine knappe Milliarde Dollar (880 Millionen Euro) könnte da zusammenkommen.

Die restlichen 80 Prozent bleiben bei Fiat Chrysler – erst einmal, denn Anfang 2016 sollen sie dann an die FCA-Aktionäre verteilt werden. Dann wird jeder Fiat-Kleinaktionär Anteilseigner an der Nobelmarke, von der 2014 nur 7.255 Stück die Werkstore in Maranello verließen.

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