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02.02.2005

12:40 Uhr

Aktien

Fiat sehr schwach - Scheitern der Einigung mit GM belastet

Das Scheitern einer Einigung zwischen dem italienischen Fiat-Konzern und seinem US-Partner General Motors (GM) hat die Fiat-Aktien am Mittwoch stark belastet. Dieser brach um knapp fünf Prozent ein. Fiat-Titel waren damit mit Abstand der schwächste Wert im italienischen Leitindex Mib30.

dpa-afx MAILAND. Das Scheitern einer Einigung zwischen dem italienischen Fiat-Konzern und seinem US-Partner General Motors (GM) hat die Fiat-Aktien am Mittwoch stark belastet. Dieser brach um knapp fünf Prozent ein. Fiat-Titel waren damit mit Abstand der schwächste Wert im italienischen Leitindex Mib30.

Bei den Verhandlungen über die umstrittene Verkaufsoption von Fiat Auto wurde keine Einigung erzielt, damit behält die Option weiter ihre Gültigkeit. Fiat hat damit die Möglichkeit, die tief in den roten Zahlen steckende Autosparte bis zum Juli 2010 nach eigener Entscheidung an die Amerikaner zu verkaufen. Bis 12.15 Uhr fiel die Aktie um 4,76 Prozent auf 5,90 Euro. Der Mib30-Index gewann unterdessen 0,17 Prozent auf 3.1 570 Zähler.

Händler gehen davon aus, dass Fiat durchaus noch eine Einigung mit GM erzielen können und werteten den gegenwärtigen Kurs des Papiers als günstige Kaufgelegenheit.

General Motors hält die im Jahr 2000 ausgehandelte Option nicht mehr für gültig. Fiat habe durch seine Kapitalerhöhung und den Verkauf des profitablen Bankengeschäfts (Fidis) die Eigentümerstruktur geändert und damit den Vertrag zu der Option gebrochen, begründet GM diese Meinung. Seit Dezember hatten die beiden Konzerne in einem Schlichtungsverfahren versucht, eine friedliche Lösung für die Vertragsklausel zu finden. Die bereits verlängerte Frist war in der Nacht zum Mittwoch verstrichen. Noch am Dienstag hatten Medien berichtet, die beiden Konzerne stünden kurz vor einer Einigung, nach der GM bis zu 1,5 Mrd. Euro bezahlen wollte, um sich von der Option freizukaufen.

Eine solche Lösung sei für Fiat "sehr gut" gewesen, sagte ein Händler. Zudem verwies er darauf, dass die tags zuvor veröffentlichten Neuzulassungszahlen für Italien sehr schlecht ausgefallen seien und den Verkaufsdruck auf die Aktie erhöhten. Schwerer wiege jedoch in jedem Fall das Scheitern der Einigung mit GM.

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