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26.07.2011

14:38 Uhr

Finanzwerte

Deutsche-Bank-Aktie trotzt den Widrigkeiten

VonAnnika Williamson

Das Umfeld für die Deutsche Bank ist mehr als schwierig - doch trotz europäischer Schuldenkrise, Bankenabgabe und Führungsgerangel hat das Institut solide Zahlen vorgelegt. Die Anleger honorieren das.

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DüsseldorfDie Quartalszahlen der Deutschen Bank haben die Anleger am Dienstag unerwartet positiv aufgenommen. Die Aktien verbilligten sich vorbörslich bei Lang & Schwarz noch um 1,1 Prozent, lagen im Laufe des Handelstages aber 0,1 Prozent im Plus bei 38,24 Euro.

Die Folge von gegensätzlichen Bewegungen am Morgen ist nicht verwunderlich, erklärt WestLB-Analyst Georg Kanders: "Die erste Nachricht war sehr negativ: Die Zahlen haben die Erwartungen enttäuscht. Doch beim genaueren Hinschauen zeigt sich, dass die Zahlen bis auf Kosten- und Sonderbelastungen solide sind."

Gut für die Aktie war, dass Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann seine ambitionierten Jahresziele bestätigte: Zehn Milliarden Euro Gewinn sollen am Ende des Jahres zu Buche stehen. Mit 5,5 Milliarden Euro hat die Deutsche Bank zum ersten Halbjahr schon über die Hälfte erreicht.

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„Der Markt hat mehr erwartet“, sagte allerdings ein Händler. Vor allem das Vorsteuerergebnis sei unter den Erwartungen geblieben. Im zweiten Quartal verdiente das größte deutsche Geldhaus vor Steuern 1,8 Milliarden Euro, 254 Millionen Euro mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten vor Steuern im Schnitt mit einen Gewinn von knapp zwei Milliarden Euro gerechnet. Einige Experten hatten die Abschreibungen auf griechische Anleihen von 155 Millionen Euro und die für das erste Halbjahr verbuchten Belastungen für die Bankenabgabe von 62 Millionen Euro nicht einkalkuliert.

Zum Quartalsergebnis lieferte zuletzt neben dem traditionellen Wachstumsmotor Investment-Banking auch das Privatkundengeschäft einen ordentlichen Beitrag. Durch die Postbank-Übernahme verdoppelte sich das Privatkundengeschäft im zweiten Quartal auf 458 Millionen Euro. Ackermann kommt seinem Ziel damit ein Stück näher, das Risiko eines zu starken Investment-Bankings zu reduzieren. Sobald er zur nächsten Hauptversammlung in den Aufsichtsrat wechselt, treten an seine Stelle der Deutschland-Chef Jürgen Fitschen und der Investmentbanker Anshu Jain. Auch dann will Ackermann weiter die Begrenzung des Investment-Bankings überwachen.

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