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11.10.2013

17:21 Uhr

Fingierte Übernahme

Hacker lassen Aktienkurs explodieren

Mit einer ordentlichen Portion krimineller Energie haben Hacker den Aktienkurs einer schwedischen Sicherheitsfirma in die Höhe schießen lassen. Die Computer-Cracks fingierten eine Übernahme durch Samsung.

Die falsche Übernahmemeldung wurde auf der Internetseite der Sicherheitsfirma Fingerprint Cards und über Twitter verbreitet. dpa

Die falsche Übernahmemeldung wurde auf der Internetseite der Sicherheitsfirma Fingerprint Cards und über Twitter verbreitet.

StockholmSamsung und eine schwedische Sicherheitsfirma sind Opfer eines gut vorbereiteten Internetbetrugs geworden. Eine Falschmeldung, der zufolge der Biometrie-Spezialist Fingerprint Cards vom koreanischen Elektronikriesen für 650 Millionen Dollar gekauft werden soll, sorgte an der Stockholmer Börse am Freitag für Furore: Die Aktien von Fingerprint Cards schossen in der Spitze um 50 Prozent nach oben.

Die erfundene Pressemitteilung war über den schwedischen Börseninformationsdienst Cision verschickt worden. Wenig später folgte die Richtigstellung: "Die Pressemitteilung war gefälscht", sagte Johan Carlström, Chef von Fingerprint Cards. Es gebe keine Verhandlungen mit dem koreanischen Hersteller. Der Manager kündigte an, die Polizei und die Finanzaufsicht des Landes einzuschalten. Samsung nannte den Vorfall "betrügerisch". Der schwedische Börsenbetreiber OMX erklärte, alle Transaktionen mit Fingerprint-Aktien nach Veröffentlichung der Falschmeldung zu annullieren.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Die gefälschte Übernahmenachricht klang trotz einiger offensichtlicher Fehler für viele Anleger glaubhaft, da Fingerprint Cards in einem seit kurzem viel beachteten Technologie-Bereich arbeitet. Die Firma stellt Systeme her, mit denen sich Nutzer per Fingerabdruck Zugang zu Computern, Online-Banking-Seiten oder Mobiltelefonen verschaffen können. Die Methode gilt im Vergleich zu Passwörtern als sehr sicher und hat Einzug in das neueste iPhone-Topmodell gehalten. Analysten tippten deshalb darauf, dass Apple -Rivale Samsung die Technologie früher oder später ebenfalls in seinem Handys einbauen wird. Der Kauf des schwedischen Spezialisten klang deshalb für viele Anleger logisch.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

11.10.2013, 17:08 Uhr

lol, Spekulationen mit einem Fingerabdruck-System, ich werf mich weg. Wie einfach gestrickt sind eigentlich diese sogenannten Finanzmanager.
Bischen Klebestreifen und die Sicherheit ist Geschichte, das wissen normale Leute schon seit 20 Jahren.
Wahrscheinlich gibs demnächst keinen Handel mit Passwörtern und Pins mehr, sondern Tippser mit Gipsabdrücken auf Körpertemperatur.

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