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20.01.2012

09:37 Uhr

Förderkürzungen

Geplante Maßnahmen setzen Solarwerte unter Druck

Bundesminister Norbert Röttgen will die Förderung von Solarstrom monatlich kürzen. Die Papiere von Branchenkonzernen rutschten in Anbetracht dieser Aussichten kräftig ab.

Solaranlage auf dem Dach einer Mehrzweckhalle. dpa

Solaranlage auf dem Dach einer Mehrzweckhalle.

FrankfurtDie Aussicht auf weitere Einschnitte und Förderkappungen hat Solarwerte am Freitag unter Druck gebracht. Im TecDax verloren Centrotherm, SMA Solar und Solarworld zwischen 2,9 und 6,8 Prozent. Nach Angaben von Bundesumweltminister Norbert Röttgen soll die Solarstromförderung künftig monatlich gekürzt werden können. Diese Maßnahme könnte die Nachfrage bremsen und den Preisdruck in der Branche erhöhen, sagte ein Händler.

Die Papiere von Wacker Chemie rutschten um 4,6 Prozent ab und waren damit größter Verlierer im MDax. Der Konzern stellt das für die Produktion von Solarzellen benötigte Polysilizium her. Der in keinem der großen deutschen Indizes vertretene Solar-Ausrüster Manz verbuchte ein Kursminus von 2,4 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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vandale

20.01.2012, 14:38 Uhr

Der Zusammenhang zwischen den geringfügigen Kürzungen der Solarsubventionen und den Gewinnen/Aktienkursen der Branche ist begrenzt.

Deutschland ist Solarweltmeister, ein Titel um den Deutschland nur wenige beneiden, mit gut 50% der weltweit installierten Leistung. Da Solarzellen einen wertlosen Zufallsstrom, umweltschädlich zu extremen Kosten liefern sind die Subventionsregeln Deutschlands massgeblich für die Branche.

Andererseits hat die Branche, aufgrund der völligen Aussichtslosigkeit ein am Freien Markt verkäufliches Produkt herzustellen die Medien- und Politikpflege perfektioniert. Regelmässige phantasievolle Jubelartikel findet man regelmässig in allen Medien. Die Solarindustrie ist ein wesentlicher Förderer der Politik. Insofern dürften Subventionskürzungen bis zum platzen der Blase weich ausfallen.

Letztes Jahr wurden mehr als 70% der Solarmodule aus Asien bezogen. Die Deutschen Hersteller haben das Nachsehen und werden in absehbarer Zeit die verbliebenen Produktionsstätten hierzulande schliessen. Dies ist meines Erachtens eine wesentlich grössere Herausforderung für die hiesigen Hersteller als weiche Subventionskürzungen.

Vandale

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