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19.07.2015

09:07 Uhr

Fondssuche

Welche Nebenwerte einen Blick wert sind

VonSusanne Schier, Anke Rezmer

Auch in turbulenten Marktphasen raten Experten, auf die Aktien kleinerer und mittelgroßer Firmen zu setzen. Potenzial sehen die Strategen derzeit vor allem in Europa. Anleger finden die besten Fonds mit dem Tool der Woche.

Die Aktie des Modelabels Gerry Weber war nach einer Gewinnwarnung im Juni stark eingebrochen. dpa

Ausverkauf oder Einstieg?

Die Aktie des Modelabels Gerry Weber war nach einer Gewinnwarnung im Juni stark eingebrochen.

FrankfurtAktienanleger brauchen oft gute Nerven, wenn sie fernab der großen Indizes investieren: Einen Tag nach der Gewinnwarnung Anfang Juni rutschte die Aktie von Gerry Weber um bis zu ein Drittel ab. Bisher hat sich der Modehändler aus dem MDax nicht von der Talfahrt erholt.

Genau in die andere Richtung ging es beim Solartechnikhersteller SMA Solar. Der Kurs der TecDax-Firma sprang zuletzt an einem Handelstag um bis zu 27 Prozent nach oben, nachdem die Firma ihre Prognose erhöht hat. Vor allem konservative Investoren zweifeln angesichts solcher Beispiele, ob sie überhaupt in Werte unterhalb der obersten Börsenliga investieren sollen. Denn bei Dax-Schwergewichten wie Daimler oder Siemens kommen so extreme Kursschwankungen meist nicht vor.

Doch Experten raten selbst in Marktphasen mit höheren Kursschwankungen, Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen – sogenannte Small und Mid Caps – ins Depot zu nehmen. Welche Fonds sich hier derzeit am besten schlagen, können Anleger mit dem Tool auf Handelsblatt-Online herausfinden.

Götz Albert, Partner des Fondsanbieters Lupus Alpha, sagt: „Anleger lernen früh, dass Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen stärker schwanken als die großer Konzerne. Das stimmt aber nur, solange man wenige Einzeltitel betrachtet.“ Auf Indexebene oder in größeren Portfolios seien Large Caps aber deutlich volatiler als Small und Mid Caps, betont er.

Ein möglicher Grund: Die großen Unternehmen werden deutlich mehr gehandelt - auch im Hochfrequenzhandel. Zudem kommen bei den Großkonzernen weit mehr Derivate zum Einsatz. Bei den Nebenwerten dauert es dagegen länger, große Positionen aufzubauen. Grundsätzlich sollten die Anleger bei Small und Mid Caps auf eine breite Streuung achten.

Unterstützung erhält Albert von Gerit Heinz, Chefstratege Vermögensverwaltung bei UBS Deutschland: „Nebenwerte sind in Phasen mit hohen Marktschwankungen auch deshalb attraktiv, weil sie weniger komplexe Unternehmensstrukturen haben, und damit wendiger in ihrer Strategie sind.“ Diane Bruno, Fondsmanagerin beim französischen Investmenthaus Mandarine Gestion ergänzt, dass sich kleine Werte in Europa in elf der letzten vierzehn Jahre besser entwickelt hätten als der Gesamtmarkt.

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