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20.01.2015

16:27 Uhr

Franken-Aufwertung

Devisenbroker verliert vorbörslich 87 Prozent

Die Aufwertung des Franken schlägt weiter hohe Wellen. Nachdem seine Papiere Freitag und Montag vom Handel ausgesetzt waren, verliert die Aktie des US-Devisenbroker FXCM vorbörslich um 87 Prozent.

Die Aufwertung des Franken sorgt weiter für Turbulenzen an den Märkten. dpa

Die Aufwertung des Franken sorgt weiter für Turbulenzen an den Märkten.

FrankfurtDie Rückzug der Schweizer Notenbank SNB aus dem Kampf gegen die Aufwertung des Franken setzt FXCM erneut hart zu. Die Aktien des Devisenbrokers brachen im vorbörslichen US-Geschäft um 87 Prozent ein. In Reaktion auf die SNB-Entscheidung waren die Titel am vergangenen Donnerstag um 15 Prozent abgerutscht und blieben am Freitag und Montag vom Handel ausgesetzt. Die in Frankfurt gelisteten Papiere lagen 77 Prozent im Minus.

FXCM hatte am Freitag wegen 225 Millionen Dollar schwerer Verluste seiner Kunden einen 300 Millionen Dollar schweren Notkredit von Leukadia, der Muttergesellschaft der Investmentbank Jefferies, erhalten, um die Geschäfte weiter führen zu können. Zuvor hatte der Devisenbroker gewarnt, einige Eigenkapitalvorschriften womöglich nicht mehr erfüllen zu können.

Die SNB-Entscheidung vom vergangenen Donnerstag, den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken nicht länger verteidigen zu wollen, sorgte für erhebliche Kursturbulenzen an den Finanzmärkten. Der Kurs der Gemeinschaftswährung brach zeitweise um knapp 30 Prozent ein.

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Von

rtr

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