Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.06.2013

14:26 Uhr

Gabelstaplerhersteller

Kion geht an die Börse

Schon bald will der hessische Gabelstaplerbauer Kion an die Börse gehen. Im Zuge der Neuemission wird ein chinesischer Konzern seine Anteile aufstocken – es ist die bisher größte chinesische Investition in Deutschland.

Sprung auf's Parkett: Gabelstaplerbauer Kion will's wissen

Video: Sprung auf's Parkett: Gabelstaplerbauer Kion will's wissen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Wiesbaden/FrankfurtDer Wiesbadener Gabelstapler-Hersteller Kion will innerhalb der kommenden Wochen an die Börse gehen. Geplant sei die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Börse bis zum Sommer, teile der nach Toyota Industries weltweit zweitgrößte Gabelstapler-Konzern am Montag mit. Üblicherweise dauert es nach einer solchen offiziellen Ankündigung noch vier bis sechs Wochen bis zum ersten Handelstag. Die Mehrheitseigentümer KKR und Goldman Sachs sollen auch nach dem Börsengang an Bord bleiben, der chinesische Fahrzeug- und Maschinenbaukonzern Weichai Power als Ankerinvestor wolle seine Beteiligung sogar aufstocken.

Die US-Investoren KKR und Goldman Sachs hatten die ehemalige Gabelstapler-Sparte des Dax-Konzerns Linde 2006 übernommen. Weichai Power war im vergangenen Jahr dazugestoßen. Die Chinesen übernahmen für mehr als 730 Millionen Euro ein Viertel der Anteile und sicherten sich die Mehrheit an der Hydraulik-Sparte von Kion. Schon jetzt ist Kion damit die größte Investition Chinas in Deutschland. Die Kion-Gruppe erzielte im vergangenen Jahr 4,7 Milliarden Euro Umsatz (plus 8,2 Prozent), und machte nach einem Verlust von 93 Millionen Euro im Vorjahr 161 Millionen Euro Gewinn.
Einschließlich Schulden und Pensionsverpflichtungen wird Kion zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen zufolge mit mehr als fünf Milliarden Euro Enterprise Value bewertet. Der reine Unternehmenswert (Equity Value) liegt einem der Insider zufolge bei rund 3,5 Milliarden Euro. Dabei fließen sowohl die Erwartungen für das Jahr 2013 als auch die Entwicklung wichtiger börsennotierter Rivalen wie Jungheinrich und Toyota Industries ein.

Geplant ist den beiden Insidern zufolge eine Kapitalerhöhung mit neuen Investoren im Volumen von rund 500 Millionen Euro. Weitere rund 400 Millionen Euro werde Weichai beitragen, um seine Anteile auch nach der Verwässerung durch die Kapitalerhöhung von derzeit 25 auf 30 Prozent zu erhöhen. Außerdem sollen den Insidern zufolge weitere rund 100 Millionen Euro an Darlehen von KKR und Goldman Sachs in Eigenkapital umgewandelt werden. Insgesamt würden Kion rund eine Milliarde Euro an zusätzlichem Eigenkapital zufließen.

Die besten Börsenfilme

Rang 1

Wall Street I

Hauptdarsteller: Charlie Sheen und Michael Douglas
Jahr: 1987
Der Klassiker der Börsenfilme, in dem der Wall-Street-Guru Gordon Gekko seinem Jünger beibringt, dass es immer „nur um die Kohle geht“. Ein Film der die Gier kritisiert - und ein bisschen vergöttert.

Rang 2

Wolf of Wall Street

Hauptdarsteller: Leonardo Di Caprio
Jahr: 2014
Aufstieg und Fall des Börsenmaklers Jordan Belfort. Mit krummen Börsengeschäften und Geldwäsche wird Belfort in den 1990er-Jahren zum Millionär. Er feiert eine einzige Orgie mit Parties, Sex und Drogen. Doch die Ermittler sind ihm auf der Spur. Basiert (weitgehend) auf wahren Begebenheiten. Regie führte Martin Scorsese.

Rang 3

High Speed Money

Hauptdarsteller: Ewan McGregor und Anna Friel
Jahr: 1999
Ein Film über die Pleite der Barings Bank und die Rolle, die die Börsengeschäfte des Nick Leeson dabei spielten. Basierend auf einer wahren Geschichte und dem Buch von Nick Leeson.

Rang 4

Margin Call – Der große Crash

Hauptdarsteller: Kevin Spacey und Paul Bettany
Jahr: 2011
Ein Mitarbeiter einer Großbank entdeckt eine Menge fauler Papiere bei seiner Bank. Damit die Bank nicht pleitegeht, müssen die „faulen Eier“ schnell das Nest verlassen - egal um welchen Preis.

Rang 5

American Psycho

Hauptdarsteller: Christian Bale und Justin Theroux
Jahr: 2000
Der Investmentbanker Patrick Bateman möchte zur Elite gehören. Nichts ist ihm wichtiger als materieller Reichtum. Doch er hat ein Problem: In seinen Depressionen tötet er wahllos Obdachlose und Prostituierte - denkt er.

Rang 6

Die Glücksritter

Hauptdarsteller: Dan Aykroyd und Eddie Murphy
Jahr: 1983
Die steinreichen und exzentrischen Gebrüder Duke, beides Warentermin-Börsenmakler, schließen eine Wette ab und wollen sehen, ob Erfolg angeboren ist. Dazu tauschen sie ihren Vorstandsvorsitzenden gegen einen Bettler ein. Doch der Bettler hat auch ein Wörtchen mitzureden.

Rang 7

Inside Job

Hauptdarsteller: Matt Damon (Erzähler im engl. Original)
Jahr: 2010
Ein Dokumentarfilm über die Finanzkrise 2007. Der Film bekam 2011 einen Oskar für den besten Dokumentarfilm. Der Name des Films verrät dabei schon, worum es geht: Inside Job ist die englische Bezeichnung für den Fall, wenn ein Insider seinem Unternehmen schadet.

Rang 8

Das Geld anderer Leute

Hauptdarsteller: Danny DeVito und Gregory Peck
Jahr: 1991
Eine Filmkomödie, in der der „Liquidator“ Konkurrenten aufkauft und ausschlachtet. Doch an einem Fall hat er besonders zu knabbern, denn er verliebt sich in die feindliche Anwältin. Schlüsselszene ist die Aktionärsversammlung der Firma, die übernommen werden soll.

Rang 9

Let’s make Money

Regie: Erwin Wagenhofer
Jahr: 2008
Dokumentarfilm über das System der Finanzwirtschaft - und wie man sein Geld für sich arbeiten lassen kann.

Rang 10

Enron – The smartest guys in the room

Hauptdarsteller: Peter Coyote (Erzähler)
Jahr: 2005
Ein Dokumentarfilm über eine der größten Firmenpleiten der USA. Eine Geschichte über Bilanzbetrug und geheime Machenschaften.

Rang 11

Wall Street 2

Hauptdarsteller: Michael Douglas und Shia LaBeouf
Jahr: 2010
Die Fortsetzung des Klassikers „Wall Street“. Gordon Gekko tritt wieder auf den Plan, nur etwas älter. Schließlich hat er die letzten 23 Jahre im Gefängnis verbracht.

Rang 12

Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum

Hauptdarsteller: Giovanni Ribisi und Vin Diesel
Jahr: 2000
Um bei seinem Vater Eindruck zu schinden, übernimmt Seth Davis eine Stelle aus Börsenmakler. Dort erfährt er, dass die hohen Gewinne der Firma mit illegalen Methoden erwirtschaftet werden.

Rang 13

Kapitalismus – eine Liebesgeschichte

Regie: Michael Moore
Jahr: 2009
Dokumentarfilm des USA-Kritikers Michael Moore. Ganz im Stile Moores wird hier kein Blatt vor den Mund genommen und die USA mit dem alten Rom verglichen: Brot und Spiele, damit das Volk ruhig bleibt und die Finanzmachenschaften der Elite nicht mitbekommt.

Rang 14

The Bank

Hauptdarsteller: David Wenham und Anthony LaPaglia
Jahr: 2001
Der Chef einer Bank wird auf einen Mathematiker aufmerksam, der mit Hilfe einer Software die Börsentrends vorhersagen kann. Die beiden schließen ein Bündnis der Gier, das nicht lange halten kann.

Wie groß der Anteil sein soll, den KKR und Goldman Sachs im Zuge des Börsengangs abgeben, war zunächst nicht zu erfahren. Ihre Beteiligung werde auch nach der Erstnotiz „substanziell” bleiben, sagten die beiden Insider. Die Deutsche Bank und Morgan Stanley sollen beim Börsengang die Bücher führen, mit dabei sind auch die Bankhäuser BNP Paribas, Commerzbank, Societe Generale und Unicredit. Global koordinieren sollen das IPO Goldman Sachs und KKR.

Kion hatte erst vor wenigen Tagen seine Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Danach setzte der Gabelstapler-Hersteller von Januar bis März ohne die verkaufte Hydrauliksparte 1,09 Milliarden Euro um - nach 1,10 Milliarden Euro vor Jahresfrist ein leichter Rückgang. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) nahm um 2,7 Prozent auf 92,8 Millionen Euro zu. Kion ist mit einem Marktanteil von 36 Prozent klar die Nummer Eins der Branche in Westeuropa. Durch Ausbau der Geschäfte in den Wachstumsmärkten ist Kion inzwischen der führende ausländische Hersteller in China und die Nummer zwei in Indien. Der Konzern mit den Marken Linde, Still, Fenwick, OM, Baoli und Voltas strebt mittelfristig eine zweistellige operative Rendite an. Im ersten Quartal warf das Geschäft eine operative Rendite (bereinigte Ebit-Marge) von 8,5 Prozent ab.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hagbard_Celine

03.06.2013, 13:04 Uhr

Buffet has always sworn never to buy a company from the PE Crowd– as it doesn’t have the long-standing management-owner nucleus long associated with it.

Calling this “Orwellian”: he wrote that “private equity” is a “name that turns facts upside-down: A purchase of a business by these firms almost invariably results in dramatic reductions in the equity portion of the acquiree’s capital structure compared to that previously existing.”

In other words its “Orwellian” because in point of fact there is less private equity and more dangerous debt piled on them. ” A number of these acquirees are now in mortal danger because of the debt piled on them by their private-equity buyers,” Buffett wrote.

But, lucky for Goldman and KKR, theres more than one Muppet born every minute: "Well with the chinaman already havin 30% of them Kion stocks, I bet he´ll buy the rest driving that stock way up high. Yup, gonna cash in big time on this one..."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×