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12.01.2016

17:32 Uhr

Gea bricht eigenen Rekord

Volle Auftragsbücher lassen Anleger zugreifen

Gea bricht den eigenen Rekord: Mit einem Volumen von 1,24 Milliarden Euro hat der MDax-Spezialanlagenbauer im vierten Quartal so viele Aufträge wie noch nie an Land gezogen. Anleger zeigten sich begeistert.

Freut sich über einen neuen Auftragsrekord: der Vorstandsvorsitzende der Gea Group, Jürg Oleas. dpa

Gea-Chef Oleas

Freut sich über einen neuen Auftragsrekord: der Vorstandsvorsitzende der Gea Group, Jürg Oleas.

DüsseldorfNach einer Flaute im dritten Quartal hat der Anlagenbauer Gea zum Jahresabschluss beim Auftragseingang einen Rekord verbucht. Die Bestellungen seien im vierten Quartal um rund sieben Prozent auf mindestens 1,24 Milliarden Euro gestiegen, teilte der überwiegend für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Konzern am Dienstag mit. Damit sei die bisherige Bestmarke von 1,22 Milliarden Euro des zweiten Vierteljahres 2013 getoppt worden. Am 4. Februar will Firmenchef Jürg Oleas Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen.

Die Nachricht über die vollen Auftragsbücher bei Gea ließ die Anleger zugreifen. Mit einem Kursanstieg von über acht Prozent auf 36,44 Euro setzten sich die Titel an die Spitze der Gewinnerliste im Nebenwerteindex MDax.

Gea hatte im Zeitraum Juli bis September die schwächelnden Milchmärkte und Auftragsverschiebungen zu spüren bekommen. Die Erlöse sanken um 3,4 Prozent auf rund 1,1 Milliarde Euro, der Auftragseingang ging um 8,5 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro zurück. Kosten für den Konzernumbau schmälerten das operative Ergebnis (Ebitda) um 33 Millionen auf 110 Millionen Euro.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im Gesamtjahr peilt Oleas ein Ebitda von 590 bis 640 Millionen Euro an sowie ein moderates Umsatzwachstum durch Zukäufe und positive Währungseffekte. 2014 hatte Gea bei einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro ein Ebitda von 590,7 Millionen Euro erzielt.

Gea will mit seinen Restrukturierungen bis 2017 100 Millionen Euro jährlich einsparen. Wegen des Sparkurses werden 1450 Stellen gestrichen. Seit Jahresbeginn fielen Firmenangaben zufolge bereits 300 Stellen weg. Aktuell beschäftigt Gea knapp 18.000 Mitarbeiter.

Von

rtr

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