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23.03.2016

14:18 Uhr

Geldanlage und Aktien

Das sind die größten Kapitalvernichter an der Börse

VonUlf Sommer

Wer sein Geld an der Börse anlegt, hofft auf Gewinne. Doch manchmal passiert genau das Gegenteil: Die Kurse brechen über Jahre ein. Meistens trifft es kleine Unternehmen, doch auch ein Dax-Konzern ist in den Top 10.

Der Energiekonzern ist als einziges Dax-Unternehmen in den Top Ten der größten Kapitalvernichter. dpa

RWE-Kraftwerk

Der Energiekonzern ist als einziges Dax-Unternehmen in den Top Ten der größten Kapitalvernichter.

DüsseldorfSpieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schlechteste Aktie im ganzen Land? Niemand möchte sie besitzen, umso größer ist die Sorge vieler Anleger, eine der nun erwähnten Unternehmens-Aktien im Depot zu haben.

Die gute Nachricht: Anleger, die das ganz hohe Risiko scheuen, auf Nummer sicher und deshalb nur auf Schwergewichte im Dax setzen, trifft das Schicksal eher selten. Denn mit RWE findet sich „nur“ ein Dax-Konzern unter den zehn schlechtesten Aktien. In den vergangenen zwölf Monaten verlor der Versorger über die Hälfte an Wert. Auf Sicht von drei und fünf Jahren sieht die Bilanz mit Minus 62,5 und Minus 76,5 Prozent noch schlechter aus. Auch für Langfristanleger hat sich Geduld nicht ausgezahlt. Immerhin, RWE-Kleinanleger wissen sich in illustrer Gesellschaft: viele Kommunen, darunter auffallend viele klamme Städte aus dem Ruhrgebiet, setzen seit Jahren beharrlich auf RWE – und damit ausgerechnet auf das schlechteste unter 30 großen Unternehmen im Dax.

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Wer sein Geld an der Börse anlegt, hofft auf Gewinne. Doch manchmal passiert das Gegenteil: Die Kurse brechen über Jahre ein. Unter den Top 10 der größten Kapitalvernichter 2015 befindet sich sogar ein Dax-Konzern.

Einmal im Jahr veröffentlicht die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) die Liste der 50 größten Wertvernichter. Am Mittwoch war es wieder soweit. Dabei schauen sich die Anlegerschützer alle im Prime Standard der Deutschen Börsen notierten Werte an und verteilen für die Kursentwicklung innerhalb von einem Jahr, drei Jahren und fünf Jahren Punkte. Die höchste Punktzahl führt dann zum Spitzenplatz des Negativrankings.

Auf Platz eins schaffte es Vtion Wireless Technology. Die Firma sieht sich selbst als einen führenden Anbieter von Mobilfunk-Datenkarten. Eine Aktie kostet noch 52 Cent. Vor fünf Jahren waren es knapp fünf Euro. Das kleine Unternehmen mit Sitz in Frankfurt gehört zu einer ganzen Reihe von chinesischen Firmen, die vor gut fünf Jahren in Deutschland an die Börse gingen – und seitdem nur noch durch eine außerordentlich rasante Wertvernichtung auffallen.

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Gleich zwei Dax-Schwergewichte streichen wegen miserabler Zahlen die Dividende. Damit aber stehen sie allein auf weiter Flur. Vor allem ein Autokonzern macht seine Anteilseigner glücklich.

Vtion musste seinen Börsengang mangels Interesse zunächst absagen und nahm dann auch nur ein Drittel des geplanten Erlöses ein. Das Schema der chinesischen Börsenneulinge, wozu auch der Müllverbrenner Zhongde Waste Technology gehört, ist immer gleich: Die Firmen gehören dem Gründer und seiner Familie, das Kerngeschäft wird weiterhin in China betrieben und alle Unternehmen sehen sich stets als „führend“ in ihrem Geschäft. Den Vorwurf, sie gingen nur deshalb in Deutschland an die Börse, weil sie in China keine Investoren finden, werden die Unternehmen nicht los.

Kommentare (13)

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23.03.2016, 15:49 Uhr

Man muss nicht hoffen wenn man sein Geld an der Börse anlegt.
Man weiss es vorher.
Aber natürlich nur, wenn man es so wie ich seit 50 Jahren macht.
Es wird nur in die internationalen Prämiumaktien investiert.
Bei Schwächephasen wird nachgekauft.
Aktien sind alternativlos

Herr Marc Otto

23.03.2016, 16:05 Uhr

ich bewundere Menschen, die so über einen gesunden Kapital-Stock verfügen, dass sie von der dividende alleine ihre Villen, Jets und Yachten bezahlen können.

Viel Erfolg noch, sie sind auf dem richtigen Weg.

Herr Josef Schmidt

23.03.2016, 16:20 Uhr

Er ist höchstens auf dem Weg zur Abendessenausgabe im Altenheim.

Selbst ehemalige Prämiumaktien und Dividendenperlen wie die Deutsche Bank, EOn, RWE, K&S usw. wurden zu alternativlosen Armenmacher.

Alternativlos sind die Aktien nur wenn sie steigen. Und das weiß man eben vorher nicht. Und langfristig sind wir alle tot, hat einer mal gesagt.

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