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03.01.2011

11:24 Uhr

Gericht weist Klage ab

Porsche-Aktie schießt nach oben

Porsche bleibt wohl eine milliardenschwere Schadenersatzklage erspart. Analysten werten die Nachricht als großen Erfolg für den Sportwagenbauer. Die Aktie legt mehr als zehn Prozent zu. Auch für Volkswagen bleibt die Entscheidung der Juristen nicht ohne Folgen. Allerdings bleiben noch Unsicherheiten.

Sportwagen der Marke Porsche: "Risiken für das Unternehmen deutlich reduziert". Quelle: dpa

Sportwagen der Marke Porsche: "Risiken für das Unternehmen deutlich reduziert".

HB FRANKFURT. Porsche hat einen Etappensieg in einem milliardenschweren US-Rechtsstreit erreicht. Anleger reagierten erleichtert. Die Aktie des Sportwagenherstellers legte am Montag um 13,5 Prozent auf 67,69 Euro zu.

Bei dem Rechtsstreit ging es um die geplante Übernahme von VW durch Porsche im Jahr 2008. Die Stuttgarter hatten sich damals mit schwer durchschaubaren Aktiengeschäften gut 74 Prozent der VW-Stammaktien gesichert und dabei einen Höhenflug der Papiere auf bis über 1 000 Euro ausgelöst. Investoren, die auf fallende Kurse gewettet hatten, mussten aufgrund der Knappheit der frei verfügbaren Aktien zum sprunghaft überhöhten Preis kaufen.

Diesen Schaden wollen die Investoren geltend machen. Sie werfen dem damaligen Porsche-Management vor, Informationen zu spät veröffentlicht zu haben. Die insgesamt 39 Kläger beziffern ihren Gesamtschaden auf zwei Milliarden Dollar. Wie das zuständige Gericht in New York nun mitteilte, ist die Schadenersatzklage jedoch unzulässig. Die Kläger können gegen die Gerichtsentscheidung innerhalb von 30 Tagen Berufung einlegen.

Analysten werten die Nachricht als großen Erfolg für Porsche. "Auch wenn die Kläger in den USA in Berufung gehen können, haben sich unseres Erachtens durch das Gerichtsurteil die juristischen Risiken für das Unternehmen deutlich reduziert", sagt Sven Diermeier von der WGZ Bank.

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