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21.07.2015

20:13 Uhr

German Startups Group

Internet-Finanzierer sagt Börsengang ab

Nun also doch nicht: Der Wagniskapital-Konzern German Startups Group hat seinen Börsengang abgesagt. Schuld sei das „fragile Kapitalmarktumfeld“, so der Konzern. Auf das Geschäft solle das aber keinen Einfluss haben.

Im derzeitigen Kapitalmarktumfeld sehe das Management keine Möglichkeit, einen angemessenen Kurs zu erzielen, so das Unternehmen. dpa

Fragiles Umfeld

Im derzeitigen Kapitalmarktumfeld sehe das Management keine Möglichkeit, einen angemessenen Kurs zu erzielen, so das Unternehmen.

BerlinDer Börsenkandidat German Startups Group will nun doch nicht aufs Parkett. Nachdem die Beteiligungsgesellschaft in der vorigen Woche bereits den Angebotszeitraum verlängert hatte, folgte am Dienstagabend die Absage des geplanten Börsengangs. Das Unternehmen machte das „fragile Kapitalmarktumfeld“ verantwortlich. In diesem Umfeld sehe das Management keine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem angemessenen Kurs an die Börse zu bringen. Auf den Geschäftsverlauf soll die Maßnahme keinen wesentlichen Einfluss haben.

Natürlich sind wir nach langer, intensiver Vorbereitung sehr enttäuscht, dass wir heute die Entscheidung treffen mussten, unseren geplanten Börsengang zu verschieben“, sagte Gründer und CEO Christoph Gerlinger laut Mitteilung. „Eine weitere Verlängerung der Angebotsfrist kam aufgrund der beginnenden Urlaubszeit nicht mehr in Frage. Angesichts unseres erfolgreichen Geschäftsmodells waren wir auch nicht bereit, nur wegen eines ungünstigen Timings Abstriche beim Volumen oder dem Angebotspreis der
Aktien zu machen.“ Man werde den Markt weiter beobachten und unter geeigneten Umständen die IPO-Pläne wieder aufnehmen.

Die Deutschen und Aktien

Spekulationsobjekt

Eine aktuelle Studie der Direktbanken zeigt, dass Aktien von Privatanlegern weiterhin als extrem risikobehaftet wahrgenommen werden. Für 46 Prozent der Befragten ist die Aktie ein „rein spekulatives“ Anlageinstrument.

Quelle: „Aktion pro Aktie “

Geldanlage für Reiche

Eine Aktie ist für über die Hälfte der befragten Personen nur etwas für vermögende Investoren. 51 Prozent sind der Auffassung, dass eine Aktieninvestition nur für reiche Personen lukrativ ist.

Sicherheitsorientiert

Wenn sich deutsche Anleger für eine Investition in Aktien entscheiden, legen sie weiterhin den Fokus auf Sicherheit. 71 Prozent investieren konservativ und sicherheitsorientiert in Aktien.

Langfristige Wertsteigerung

Aktienkäufer in Deutschland lassen sich nicht von dem täglichen Auf-und Ab an den Märkten verführen. Sie hoffen auf eine langfristige Wertsteigerung. Die Studienergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Probanden höchstens zweimal im Jahr handeln.

Bei der German Startups Group handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf junge, schnellwachsende Unternehmen. Zuletzt waren die Berliner unter anderem am Essenszusteller Delivery Hero, dem Online-Brillenhändler MisterSpex sowie dem Musikdienst SoundCloud beteiligt. German Startups wollte mit dem Börsengang rund 60 Millionen Euro einsammeln.

Von

dpa

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