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01.07.2014

08:16 Uhr

GoPro-Aktie

69 Prozent in drei Tagen

Bereits vor einer Woche ist die Kameramarke GoPro mit einem kräftigen Kursplus gestartet und macht weiter Gewinn: Die Aktie ist in drei Tagen um 69 Prozent gestiegen. Grund dafür sollen online geteilte Videos sein.

Seit dem Börsendebüt vor einer Woche macht die GoPro-Aktie einen Riesensatz. AFP

Seit dem Börsendebüt vor einer Woche macht die GoPro-Aktie einen Riesensatz.

Die Aktien des Kameraherstellers GoPro sind seit ihren US-Börsendebüt am 25. Juni um mehr als zwei Drittel gestiegen. Der IPO-Preis hatte bei 24 Dollar gelegen. Am Montag dieser Woche kosteten die Aktien zum Handelsschluss 40,55 Dollar – was das Plus in den bisherigen drei Handelstagen auf insgesamt 69 Prozent bringt. Das Unternehmen wird damit mit rund 4,99 Milliarden Dollar bewertet, nach 2,96 Milliarden Dollar beim IPO.

GoPro stellte Kameras her, mit denen Nutzer ganz einfach von sich selbst Aufnahmen machen können. Beobachter glauben, dass Umsätze im Zusammenhang mit online geteilten Videos den Gewinn antreiben werden. Die Firma arbeitet schon heute profitabel.

Der Kameramarkt in Deutschland

Der Absatz sinkt

Es wird zwar so viel fotografiert wie nie, trotzdem sinkt der Absatz von Digitalkameras: 2012 waren es nach Angaben von Statista 7,9 Millionen Stück, rund 700.000 weniger als im Vorjahr. Weil Smartphones passable Bilder liefern, kaufen sich immer weniger Menschen eine Kompaktkamera.

Höhere Preise

Der Durchschnittspreis stieg zuletzt von 206 auf 233 Euro – die Branche verkauft weniger, dafür aber hochwertigere Geräte.

Spiegelreflexkameras sind gefragt

Hochwertige Geräte sind dagegen weiter gefragt. 2012 verkauften die Hersteller nach einer Prognose von Statista 980.000 Spiegelreflex- sowie 180.000 Systemkameras. Der Umsatz mit diesen Geräten stieg von 674 Millionen auf 720 Millionen Euro.

Objektive als Zusatzgeschäft

Mit Wechselobjektiven machen die Kamera- und Zubehörhersteller ein nettes Zusatzgeschäft. Der Absatz stieg auf 1,72 Millionen Stück, der Umsatz legte leicht auf 500 Millionen Euro Umsatz zu.

Fast jeder hat eine Kamera

Digitalkameras sind längst etwas für die Masse: 2011 gab es laut Statista in 71 Prozent aller deutschen Haushalte ein Gerät. Heute dürften es noch mehr sein.

Canon vor Nikon

Unter den Kamerabesitzern in Deutschland ist Canon die beliebteste Marke, 14,4 Prozent nennen den japanischen Hersteller. Auf den Plätzen 2, 3 und 4 folgen Nikon (9,4 Prozent), Sony (8,8 Prozent) und Kodak (8,5 Prozent).

Vergangenes Jahr verkaufte das Unternehmen rund 3,8 Millionen Kameras und Kunden luden nahezu drei Jahre an Aufnahmen hoch. GoPro erwartet, noch ab diesem Quartal Werbung verkaufen zu können, die auf diesen selbstgedrehten Filmen basiert.

Der Kamerahersteller vertreibt seine Inhalte über Seiten wie Facebook, Instagram und Twitter. Allein bei YouTube von Google wurden GoPro-Videos mehr als 500 Millionen Mal angeklickt.

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