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11.04.2012

14:54 Uhr

Größte Kapitalvernichter

Anlegerschützer warnen vor Solaraktien

VonJörg Hackhausen

Die DSW prangert die größten Wertvernichter auf dem deutschen Aktienmarkt an. Auf der „Schwarzen Liste“ steht neben mehreren Solaraktien ein großer Stromkonzern. Doch auch eine Bank kommt ganz schlecht weg.

Brennender Euroschein: Mit den Aktien auf der Watchlist der DSW haben Anleger viel Geld verbrannt.

Brennender Euroschein: Mit den Aktien auf der Watchlist der DSW haben Anleger viel Geld verbrannt.

FrankfurtAnleger brauchten in den vergangenen Jahren starke Nerven. In der Finanzkrise brachen die Aktienkurse ein. Der Dax fiel von 8.000 Punkten bis auf 3.666 Zähler. Und als sich die Kurse gerade erholt hatten, ging es im vergangenen Jahr wieder kräftig abwärts. Doch diese Schwankungen sind noch gar nichts.

Richtig schlecht dran sind Anleger, die auf Solaraktien gesetzt haben. Sie haben fast ihr ganzes Geld verbrannt. Auch Energieversorger oder Banken haben enttäuscht – und könnten auch in Zukunft schwächeln. Davor warnen die Anlegerschützer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Namen wie Conergy, Commerzbank oder RWE tauchen auf der „Schwarzen Liste“ der Anlegerschützer weit vorne auf. „Das ist ein Warnsignal, das Anleger ernst nehmen sollten“, sagt Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW.

DSW-Watchlist: Welche Aktien Kapital vernichten

DSW-Watchlist

Welche Aktien Kapital vernichten

Die Anlegerschützer der DSW haben eine neue Liste der größten Verlustbringer an der Börse vorgestellt. Besonders negativ fällt die Solarbranche auf. Diese Aktien haben fast 100 Prozent an Wert verloren.

Die DSW stellt einmal im Jahr ihre „Watchlist“ vor, eine Liste mit den 50 größten Kapitalvernichtern auf dem deutschen Aktienmarkt. Analysiert werden dabei 360 Unternehmen, die seit mindestens fünf Jahren im Prime Standard der Deutschen Börse notiert sind. Die Anlegerschützer orientieren sich an der Entwicklung des Aktienkurses der vergangenen fünf Jahre. Um kurzfristigen Schwankungen nicht zu viel Gewicht zu geben, ist längerfristige Entwicklung stärker gewichtet. Wer es auf die Liste schafft, steht dort nicht wegen eines einmaligen Ausrutschers.

„Wer in den vergangenen Jahren oben rangierte, hat leider danach oft den Löffel abgegeben“, so Tüngler. Gründe für einen vorderen Platz in der Liste seien oftmals Missmanagement oder ein fragwürdiges Geschäftsmodell.Substanzwerte wie BASF tauchten dagegen nie auf.

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