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04.03.2004

07:00 Uhr

Großaktionär Sal. Oppenheim strebt Kooperation an

Eigentümerwechsel bringt IVG Potenzial

VonReiner Reichel

Die IVG Immobilien AG hat einen neuen Großaktionär, der offensichtlich im Tagesgeschäft mit dem Bonner Konzern kooperieren will. Das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim, das vor zwei Wochen 25,1 Prozent der IVG-Anteile übernommen hat, denkt nach eigenen Angaben über eine strategische Partnerschaft nach.

HB DÜSSELDORF. So könnte der Immobilienkonzern etwa geschlossene Fonds für das Bankhaus auflegen oder maßgeschneiderte Projekte anbieten, sagte der persönlich haftende Gesellschafter des Instituts, Detlev Bierbaum. Analysten begrüßen die strategische Partnerschaft zwar, bleiben aber zurückhaltend mit ihren Kursprognosen.

Die Kölner Privatbank übernahm das IVG-Paket von den Gläubigerbanken der insolventen Sirius Beteiligungsgesellschaft. Diese Tochter der Finanzholding WCM AG hatte 49,9 Prozent der IVG-Aktien gehalten. Zweiter strategischer IVG-Investor ist die HSH Nordbank mit einem Anteil von 11,2 Prozent.

„Wenn es vorher einen Malus für den Großaktionär gab, so gibt es heute einen Bonus“, sagt Stefan Leibold, Manager des Ellwanger & Geiger-Immobilienaktienfonds. Allerdings wurde der wohl noch nicht verteilt. Denn als der Kauf durch Oppenheim bekannt wurde, gab der Kurs von 9,80 auf 9,40 Euro nach.

Andreas Weese, Analyst der Hypo-Vereinsbank, hat dafür zwei Erklärungen: Wer auf ein Abfindungsangebot spekulierte, wurde enttäuscht. Sal. Oppenheim blieb unter der 30-Prozent-Schwelle, ab der den freien Aktionären ein Abfindungsangebot hätte unterbreitet werden müssen. Zudem sickerte durch, dass Sal. Oppenheim zu 9,40 Euro je Aktie gekauft haben soll.

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