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15.02.2012

11:54 Uhr

Die Zentrale des Handelskonzerns DKSH in Zürich. dapd

Die Zentrale des Handelskonzerns DKSH in Zürich.

Handelskonzern DKSH

In der Schweiz läuft das erste IPO des Jahres

Der Handelskonzern DKSH will noch im 1. Halbjahr an die Börse. Analysten schätzen den Wert des auf fünf Milliarden Franken. Das Interesse an außerbörslich gehandelten Aktien stieg zuletzt sprunghaft an.

ZürichAn der Schweizer Börse zeichnet sich der erste Börsengang des Jahres ab. Der Züricher Handelskonzern DKSH Holding will nach Angaben vom Mittwoch bis spätestens Juli den Sprung auf das Parkett wagen. Analysten schätzten den Wert des Unternehmens auf knapp fünf Milliarden Franken und gehen davon aus, dass 30 bis 40 Prozent dem Publikum angeboten werden. Das Volumen des Initial Public Offering (IPO) dürfte sich damit
auf 1,5 bis zwei Milliarden Franken belaufen - das wäre der größte Börsengang in der Schweiz seit Jahren.

DKSH ist ein Traditionskonzern, der im letzten Jahr 7,3 Milliarden Franken (sechs Milliarden Euro) umsetzte. Er ist vor allem in Asien tätig und vermarktet Luxusgüter, Pharmaprodukte und Spezialchemikalien, aber auch Konsumgüter wie Lebensmittel, Hotelleriebedarf und Kosmetikprodukte. DKSH beschäftigt mehr als 24.000 Mitarbeiter in 650 Niederlassungen - allein 630 Niederlassungen befinden sich in Asien. Im letzten Jahr stieg der Gewinn um knapp 26 Prozent auf 152 Millionen Franken.

Mit dem Börsengang will DKSH nach den Worten von Verwaltungsratspräsident Adrian Keller das Wachstum mittelfristig auf eine breitere finanzielle Basis stellen. Eine Kapitalerhöhung ist zunächst nicht geplant. Die in der Diethelm Keller Holding zusammengeschlossenen Familienaktionäre wollen auch Kasse machen und ihr Vermögen diversifizieren. „Wir bleiben dem Unternehmen jedoch als Ankeraktionäre weiterhin stark verbunden“, erklärte Keller weiter.

Die Holding hält rund 63 Prozent an DKSH. Die übrigen Anteile liegen seit 2008 weitgehend bei den Schweizer Investoren Rainer-Marc Frey und Stephan Schmidheiny sowie bei der französische Industriellenfamilie Peugeot. Robert Peugeot sitzt im Verwaltungsrat des Handelskonzerns.

Seit knapp einem Jahr wird die DKSH-Aktie auf außerbörslichen Plattformen wie der Berner otc-x gehandelt. Dort wechselten zuletzt 3000 Titel zu 85 Franken den Besitzer. Am Mittwoch habe das Interesse an dem Titel sprunghaft zugenommen, sagte ein Händler einer Zürcher Bank, der den außerbörslichen Handel beobachtet. „Die Nachfrage nach den Aktien ist groß und die Erwartungen an das IPO sind hoch“, sagte er. Bei einer anderen Schweizer Bank hieß es, das offizielle Preisbildungsverfahren dürfte Anfang März beginnen. Mitte bis Ende März könnte der Emissionspreis festgelegt werden und der Handel an der Schweizer Börse SIX könnte dann beginnen.

Das IPO wird von UBS und Deutsche Bank als Joint Global Coordinators organisiert. Auch Berenberg Bank und Credit Suisse sind an dem IPO beteiligt.

Von

rtr

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