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12.01.2011

14:12 Uhr

Aktien

Hedge-Fonds legen im Dezember zu

Hedge-Fonds haben im Dezember zulegen können. Der "Global Diversified HF Index" stieg im letzten Monat des vergangenen Jahres um 2,90 Prozent, wie aus einer Studie der Analystin Mary Ann Bartels von der Investmentbank Merrill Lynch hervorgeht. Auf Jahressicht gewann der Index 9,37 Prozent.

dpa-afx NEW YORK. Hedge-Fonds haben im Dezember zulegen können. Der "Global Diversified HF Index" stieg im letzten Monat des vergangenen Jahres um 2,90 Prozent, wie aus einer Studie der Analystin Mary Ann Bartels von der Investmentbank Merrill Lynch hervorgeht. Auf Jahressicht gewann der Index 9,37 Prozent. Im Dezember war dabei vor allem mit dem quantitativ orientierten Managed-Futures-Ansatz Geld zu verdienen. Dieser brachte den Anlegern ein Monatsplus von 5,4 Prozent. Mit einer Long-Short-Strategie, bei der ein Fondsmanager seiner Meinung nach unterbewertete Aktien kauft und überbewertete Titel im Gegenzug leerverkauft, ließ sich eine Rendite von 4,5 Prozent verdienen. Am schlechtesten liefen indes Fonds, die auf fallende Kurse setzten (Dedicated Short Bias): Sie verloren 7,3 Prozent.

In der letzten Dezemberwoche haben Long-Short-Fonds laut Merrill ihre Netto-Long-Positionen auf geschätzt 18 Prozent reduziert. Dies habe wohl mit dem niedrigeren Engagement in Richtung Jahresende zu tun, welches in den darauf folgenden Wochen wieder zunehmen sollte, so Bartels. Fonds mit einem marktneutralen Ansatz hätten ihre Netto-Short-Positionen leicht auf drei Prozent zurückgefahren, während Makro-Fonds, die auf volkswirtschaftliche Themen setzen, auf Rohstoffe und gegen US-Aktien sowie amerikanische Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit gewettet hätten.

Ihre aggressive Kaufposition (crowded long) bei Futures auf den Nasdaq-100-Index bauten Hedge-Fonds vor dem Jahresende noch aus. Zudem gab es geringfügige Eindeckungen der Shortpositionen auf den S & P-500-Index sowie den Russell 2000. Im Rohstoffsektor stieg das bereits starke Engagement bei Platin, wogegen Gold, Silber und Palladium auf der Verkaufsliste standen. Im Kupfer setzen die Manager unverändert stark auf steigende Notierungen. Der Energiebereich sah Heizöl- und Benzinkäufe, Rohöl wurde abgestoßen. Im Devisenbereich kauften die Großanleger den Yen und verkauften den Dollar. Die Shortpositionen im Euro wurden leicht reduziert. Bei den Anleihen seien vor allem in den längeren Laufzeiten Eindeckungen von Shorts zu beoachten gewesen, wobei die Fondmanager bei den 10-jährigen jedoch weiter auf deutlich fallende Kurse setzen.

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